Was wieder geht und was nicht
Es bewegt sich was beim SC Siemensstadt

Enrico Giese ist Teamleiter Marketing und Verein beim SCS.
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Lockerungen in Etappen. Bereits seit Mai waren beim Sport erste Aktivitäten wieder möglich. Über den Sommer wurden weitere erlaubt. Gleichzeitig gibt es bis heute Einschränkungen. Und derzeit auch wieder die Angst vor einem erneuten Lockdown.

Wie wirkt sich das alles auf das Vereinsleben aus? Zum Beispiel beim SC Siemensstadt, wo Enrico Giese, Teamleiter Marketing und Verein darüber Auskunft gibt. Spandauer Volksblatt-Reporter Thomas Frey fragte nach.

Was geht bei Ihnen aktuell?

Giese: Grundsätzlich der gesamte Vereinssport. Auch nahezu alle Sportkurse. Alles natürlich unter Vorgaben. Das beginnt bei der vorherigen Reservierung, das Anmelden über eine Einlasskontrolle und beschränkt sich, je nach Disziplin, auf eine bestimmte Teilnehmerzahl. Bei Kampfsportarten sind das beispielsweise vier Personen.

Und was geht noch nicht?

Giese:Vor allem manche Wasserkurse. Keine Schwangerschaftsgymnastik, leider auch noch kein Babyschwimmen. Aber hier sind die Vorgaben einfach zu hoch, um dieses Angebot umsetzen zu können. Auch ein öffentlicher Badebetrieb in der Schwimmhalle ist noch nicht möglich. Schwimm- und Aquakurse dagegen wieder seit Anfang August.

Wie bewerten Sie die derzeitige Situation?

Giese: Erst mal sind wir froh, dass wir inzwischen wieder so weit sind. Nach der sehr komplizierten Zeit des Lockdowns. Umso wichtiger ist, dass es zu keinem Rückschlag kommt. Ich finde, die Politik macht insgesamt einen guten Job. Es liegt vor allem an uns allen, weiter einigermaßen vernünftig zu handeln.

Stichwort Lockdown, wie haben Sie den erlebt?

Giese: Erst mal, wie wahrscheinlich alle, als gravierenden Einschnitt. Für viele Mitarbeiter bei uns, war er gleichzeitig mit einer Menge Arbeit verbunden. Es musste vieles organisiert und beachtet werden, wenn der Betrieb von einem Tag auf den anderen heruntergefahren werden muss. Informationen an die Mitglieder gehörten ebenso dazu, wie der Aufbau von digitalen Angeboten.

Wie waren und sind insgesamt die Reaktionen aus der Mitgliedschaft?

Giese: Bei den meisten gibt es Verständnis. Auch wenn nicht immer jeder den Sinn jeder Regel durchgehend nachvollziehen kann. Manches ist ja wirklich zu hinterfragen. Beim Fußball gibt es auf dem Platz keine Einschränkung, es kommt naturgemäß zu vielen Körperkontakten. Außerhalb des Feldes gilt wiederum der Mindestabstand von 1,5 Metern. Wir haben seit der Pandemie auch kaum Mitglieder verloren, hatten vor Corona knapp 7000, jetzt rund 6800. Die meisten Rückgänge gab es im Fitnessstudio. Wobei einige ankündigten, sie kämen wieder, wenn sich die Lage anders darstellt.

Glauben Sie, die digialen Angebote haben auch im Sport durch Corona einen Durchbruch erlebt?

Giese: Ich bin schon wegen meines Aufgabenbereichs ein Anhänger dieser Möglichkeiten. Und was wir da, teilweise aus dem Stand, aufgebaut haben, wurde auch gut angenommen. Gleichzeitig zeigte sich gerade während des Lockdowns: Das direkte Treffen, der gemeinsame Sport bedeutet etwas anderes, als das Programm allein zu Hause zu absolvieren. Das Vereinsleben ist damit nicht zu ersetzen. Es kann und wird durch interaktive Aktivitäten aber ergänzt. Und wir sind jetzt in dieser Richtung besser aufgestellt als im Frühjahr.

Was erwarten, erhoffen Sie sich insgesamt für die kommenden Wochen und Monate?

Giese: Dass wir, im Rahmen dessen was geht, zumindest auf dem jetzigen Stand bleiben. Wir werden mit Corona wahrscheinlich noch eine ganze Weile umgehen müssen. Und die Konsequenzen daraus sind für viele Bereiche, etwa auch in der Wirtschaft, ziemlich hart. Das gilt auch für viele Selbstständige im Sportbereich, Trainer oder Übungsleiter. Es mag deshalb vielleicht paradox klingen, aber wir suchen gerade solche Leute. Denn manche unserer bisherigen Kräfte haben sich inzwischen beruflich umorientiert, weil sie erst einmal keine Perspektive mehr sahen. Einige sind auch von anderen Vereinen abgeworben worden. Das sind weitere Beispiele für viele Begleiterscheinungen durch Corona.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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