Floorballer im VfL Tegel haben nun eigene Abteilung
Auf eigenen Füßen stehen

Von den zurzeit 80 Mitgliedern der Floorball-Abteilung im VfL Tegel sind die meisten Kinder und Jugendliche.
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  • Foto: Michael Nittel
  • hochgeladen von Alexander Schultze

Seit Anfang des Jahres haben die Floorballer im VfL Tegel eine eigene Abteilung. Die erste Vorsitzende: Michaela Hildebrandt, die vor rund zehn Jahren mit einer Floorball-AG an der Franz-Marc-Grundschule den Boom dieser noch jungen Sportart nicht nur im Bezirk, sondern berlinweit maßgeblich mit ausgelöst hat. Berliner Woche-Reporter Michael Nittel sprach mit Michaela Hildebrandt über die Abteilungsgründung und die Entwicklung des Floorballs.

Wie kam es dazu, jetzt eine eigene Abteilung zu gründen?

Michaela Hildebrandt: Als wir uns vor knapp drei Jahren dem VfL Tegel und der Ringerabteilung angeschlossen haben, hatten wir verabredet, uns nach zwei Jahren in Richtung einer eigenen Abteilung zu orientieren. Um letztlich richtig gut vorbereitet zu sein – und das ist für mich immer die oberste Maxime – also alles noch einmal ordentlich zu durchdenken, haben wir noch ein Jahr dran gehängt. Und das war eine gute Entscheidung, weil wir bei den Ringern um den 1. Vorsitzenden Manuel Fuentes in richtig guten Händen waren und wir viel von ihm und seiner Arbeit profitiert, aber auch gelernt haben.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung des Floorballs beim VfL?

Michaela Hildebrandt: Sehr zufrieden! Wir haben jetzt 80 Mitglieder, die meisten davon natürlich Kinder und Jugendliche. Seit 2016 haben wir aber auch ein Herrenteam, das in dieser Spielzeit auf dem Kleinfeld und auf dem Großfeld antritt – bei letzterem in einer Spielgemeinschaft mit dem UHC Berlin aus Pankow. Zur Erklärung: Für das Kleinfeld benötigt man zehn Spieler, für das Großfeld 20. Da auch im Nachwuchsbereich die Entwicklung zum Großfeld geht – die Auswahlmannschaften spielen meistens Großfeld – wollen und müssen wir natürlich auch in diesem Bereich den nächsten Schritt machen und sind weiter auf der Suche nach Spielern: im Jugendbereich vordringlich ab zwölf, für die Herren ab 17 Jahren. Da unser Sport ja durchaus Ähnlichkeiten mit dem Hockey und dem Eishockey hat, sind natürlich auch Spieler aus diesen Bereichen herzlich willkommen.

Wie sieht die aktuelle sportliche Situation bei Ihnen aus?

Michaela Hildebrandt: Es läuft weiterhin richtig gut. Mit der U9 benötigen wir noch einen Sieg, um uns die Berliner Meisterschaft zu sichern. Die U11, die U13 und die U15 haben die Play-offs erreicht. Bei den Herren könnte es ein bisschen besser laufen. Aber in dieser Saison standen immer wieder einige wichtige Akteure nicht zur Verfügung. Ein Spieler, Thomas Stein, den wir von klein auf betreut haben, lebt zurzeit in Neuseeland und spielt dort für die U19-Nationalmannschaft. Das macht uns natürlich auch ein klein wenig stolz, weil es zeigt, dass wir mit unserer Nachwuchsarbeit doch einiges richtig gemacht haben.

Wie gestaltet sich die derzeitige Sporthallensituation bei Ihnen?

Michaela Hildebrandt: Da können und wollen wir uns nicht beklagen. Die Sporthalle der Borsigwalder Grundschule ist eine prima Spielstätte. Leider haben wir dort aber keine Trainingszeiten. Die haben wir in der Toulouse-Lautrec-, der Havelmüller, der Franz-Marc- und glücklicherweise jetzt auch in der Max-Beckmann-Schule. Diese Sporthalle hat die Maße eines Spielfeldes und ist damit groß genug, um zum Beispiel unterschiedliche Spielformationen auszuprobieren oder den Spielaufbau zu simulieren. Leider können wir aber auch nach zehn Jahren noch immer keine richtigen Wettkampfbedingungen im Training schaffen, weil uns dort die Banden fehlen.

Hätten Sie damals, als Sie die erste Floorball-AG initiierten, gedacht, dass Sie zehn Jahre später in einem Sportverein eine eigene Abteilung leiten würden?

Michaela Hildebrandt: Das war schon eine Zielsetzung, obwohl ich mir über den Zeitrahmen nicht wirklich Gedanken gemacht habe. Oberste Prämisse war stets, in einem Jahr immer mehr Schritte nach vorn als zurück zu machen. Eines möchte ich an dieser Stelle aber erwähnen: Wir sind nur hier, weil ich von Beginn an engagierte Mitstreiter hatte und wir schon früh die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen konnten. Jetzt eine Floorball-Abteilung gegründet zu haben, ist ein Gemeinschaftserfolg.

Weitere Informationen gibt es unter www.floorball-tegel.de.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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