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Vorarbeiten dauern an: Noch laufen Untersuchungen fürs Wilhelmsruher Tor

Ehe auf dieser Gewerbefläche an der Kopenhagener Straße gebaut werden kann, dauert es noch seine Zeit.
Ehe auf dieser Gewerbefläche an der Kopenhagener Straße gebaut werden kann, dauert es noch seine Zeit. (Foto: Claudia Hakelberg)

An der Kopenhagener Straße 82 und 96 soll ein neues Wohnquartier entstehen. Unter dem Arbeitstitel „Wilhelmsruher Tor“ wurde dieses Vorhaben den Pankower Verordneten vor fünf Jahren erstmals vorgestellt.

Als Projektträger trat seinerzeit die NCC Deutschland auf. Es wurde geplant, auf Betreiben der Pankower Bezirkspolitik umgeplant, über die Verkehrsanbindung diskutiert und – seit 2016 hört man nichts mehr von diesem Projekt.

Seinerzeit war bereits mit der verbindlichen Bauleitplanung begonnen worden. Auch eine Bürgerbeteiligung fand bereits statt. Die Pläne stießen bei den Bürgern zwar überwiegend auf Zustimmung, aber erhebliche Probleme sahen viele Wilhelmsruher bei der Verkehrserschließung.

Aus der NCC Deutschland wurde inzwischen die Bonava Wohnbau GmbH. Führt sie dieses Projekt fort? Und wie ist der aktuelle Stand? Die Bonava Wohnbau GmbH plane weiterhin, einen Großteil der derzeit gewerblich genutzten Fläche entlang der Kopenhagener Straße 82 und 96 mit Wohnungen zu bebauen, teilt Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) auf Anfrage der Berliner Woche mit. Das Grundstück ist circa 29 000 Quadratmeter groß. Entlang der Kopenhagener Straße sei ein Gebäude mit Geschäften und Wohnungen vorgesehen. Dahinter soll sich die weitere Wohnbebauung anschließen. Nach letztem Planungsstand ist dort der Bau von circa 250 Wohnungen vorgesehen. Außerdem soll im südlichen Teil des Areals eine Kindertagesstätte und eine öffentliche Parkanlage mit Spielplatz im Anschluss an das Grüne Band Berlin entstehen. Dieses Grüne Band wird derzeit auf dem früheren Mauerstreifen im Auftrage des Senats angelegt.

„Im Rahmen der Bürgerbeteiligung und auch der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange im Mai 2016 wurden Stellungnahmen mit verschiedenen Belangen eingereicht“, so Vollrad Kuhn. Aufgrund dieser Stellungnahmen mussten Untersuchungen, unter anderem auch ein Verkehrsgutachten, in Auftrag gegeben werden. Diese Untersuchungen befänden sich noch in der Bearbeitung, so der Stadtrat. Nötig sind die Untersuchungen, um einen Bebauungsplan zu beschließen und rechtssicher Wohnungen auf der bisherigen Gewerbefläche bauen zu können.

„Wir hoffen, dass alle Ergebnisse im Frühjahr 2019 vorliegen, sodass wir diese auswerten und in die Planung einfließen lassen können“, sagt Kuhn. „Darauf folgen weitere Verfahrensschritte, wozu auch eine weitere Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Bürger gehören. Erst danach kann der Bebauungsplan 3-18 Wilhelmsruher Tor festgesetzt und anschließend mit dem Wohnungsbau begonnen werden.“

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