Projekt „Zukunftsstadt“ beginnt mit Ideensuche

Anstoß zur Verbesserung: Moderatorin Patricia Spengler diskutierte mit Bürgern deren Einfälle zum Thema „Wohlfühl-Insel.“ (Foto: Thomas Schubert)

Charlottenburg. Was braucht es zum Wohlfühlen auf der Insel? Wie schafft man eine Atmosphäre für angenehmes Wohnen? Welche Bedürfnisse hat die Jugend? Antworten sollen die Bürger geben. Mit ihren Geistesblitzen will das Projekt „Nachhaltige Mierendorffinsel 2030“ Maßstäbe setzen für spätere Generationen.

Einen Stift, eigene Gedanken – mehr erfordert es nicht, um den ersten Impuls zu geben. Was das zukünftige Leben auf der Mierendorff-Insel prägen wird, entscheidet sich womöglich schon in diesen Tagen. Ob die eigenen Einfälle Mehrheiten finden? Das wird die zweite Frage sein. Die erste aber lautet: Wie soll die nachhaltige Mierendorffinsel binnen 15 Jahren beschaffen sein?

Dazu notierten nun bei einer Auftaktveranstaltung zum Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“ Bürger ganz ungezwungen ihre Ideen – und zwar auf die Decke ihres Tisches. Aufgefächert nach Themen entstand eine Wunschliste ganz basisdemokratischer Art, mit der sich Fachleute der Initiative „Nachhaltige Mierendorffinsel 2030“ nun befassen werden.

Unter dem Punkt „Wohnen“ kritzelte ein Herr sofort „Milieuschutz“ hin. Am Ideentisch „Saubere Insel“ beklagten Teilnehmer „ausgeprägten Schadstoffausstoß“ und „fehlende Hundetütenspender.“ Bei „Kunst und Kulturinsel“ lautete die Forderung „Raum für Kunstprojekte schaffen.“ Und an der Station „Wohlfühl-Insel“ lieferte eine Dame nach kurzem Zwiegespräch mit Moderatorin Patricia Spengler einen sehr ausgefeilten Vorschlag: Die Schaffung eines mediterranen Verweilorts an der Kaiserin-Augusta-Allee oder Mierendorffstraße. „Beide haben das passende Flair. Aber leider sind das immer noch stark befahrene Hauptstraßen“, nannte die Vordenkerin das Problem.

Wie das alles zur Idee der nachhaltigen Mierendorffinsel passt? Ein neues Zukunftsteam wird dabei helfen, den Input in die richtigen Bahnen zu lenken. Verantwortlich im Bereich Bildung sein will Karin Fortriede-Lange von der Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf, im Bereich Forschung ist es Birgit Wiese von der FH Potsdam, im Bereich Wirtschaft wiederum Rolf Mienkus, der Verantwortungspartner für die Mierendorff-Insel. Im Bereich Generationen liege damit die Verantwortung bei Mortimer Graf von Eulenburg, für das Bezirksamt Stadtteilmanagerin Patricia Spengler, für engagierte Anwohner Peter Jahnke und für Gemeinwesenarbeit Andrea Isermann-Kühn vom Verein Dorfwerkstadt.

Wenn alle Beteiligten im Februar 2016 zur großen Insel-Konferenz erneut zusammenkommen, wird sich im Sammelsurium der Insel-Ideen ein „Extrakt“ herausgebildet haben, ein möglicher Fahrplan für handfeste Taten.

Dann naht auch schon die nächste Hürde für die Initiative: das kommende Frühjahr. Es beginnt im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“ Runde zwei – und nur die besten Initiativen deutschlandweit kommen weiter. tsc
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