Wer will die Bahngebäude? Zwei Immobilien am Ostkreuz stehen zum Verkauf

Wird hier ein neuer Club entstehen? Das Gebäude an der Modersohnbrücke. (Foto: Bundeseisenbahnvermögen)

Friedrichshain. Auf der Website des Bundeseisenbahnvermögens werden zwei Immobilien im Umfeld des Bahnhofs Ostkreuz zum Verkauf angeboten.

Es handelt sich dabei um das ehemalige Beamtenwohnhaus am Markgrafendamm 24, dem ältesten noch vorhandenen Gebäude in dieser Gegend, sowie um ein Überbleibsel der einstigen Eisenbahnerunterkünfte in der Modersohnstraße 33. Beide Objekte stehen auf der Berliner Denkmalliste.

Für das 1895 errichtete Haus samt mehr als 400 Quadratmeter Fläche an der Modersohnbrücke ist laut Exposé im Netz ein Kaufpreis von 65 000 Euro angegeben. Das 1300 Quadratmeter große Grundstück und das 1900 erbaute Gebäude am Markgrafendamm sollen 177 000 Euro einbringen. Beide Summen gelten als Verhandlungsbasis.

Die Immobilien stehen schon lange leer und werden auch von den Verkäufern als "sanierungsbedürftig" eingestuft. Vor allem bei der Modersohnstraße ist sogar von einem eher ruinösen Zustand auszugehen.

Trotzdem scheint gerade dieses Objekt Interesse zu wecken, wie der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann erfahren hat. Gerüchten zufolge sollen bereits "Clubbetreiber Schlange stehen". Angesichts der schon vorhandenen Probleme mit dem benachbarten RAW-Gelände wäre nach seiner Ansicht ein Verkauf in dieser Richtung "nicht zielführend". Außerdem hält der Abgeordnete einen Verkauf zum Höchstpreis ohne Konzeptverfahren für "hochproblematisch".

Für das Eisenbahnvermögensamt ist die künftige Nutzung dagegen "Sache eines potentiellen Käufers", wie Heinemann auf Anfrage mitgeteilt wurde. Eventuell notwendige Genehmigungen müsse der Eigentümer in eigener Zuständigkeit bei den verantwortlichen Behörden einholen. Also beim Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Das gelte, auch darauf verweist die Behörde, genauso für das RAW-Areal, mit dessen Verkauf sie allerdings nichts zu tun hatte.

Ursprünglich, das klingt in dem Schreiben ebenfalls an, hat es auch Verhandlungen über einen Kauf der beiden Grundstücke durch die Deutsche Bahn gegeben. Die zeigte aber anscheinend kein Interesse. tf
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