Baustart für das neue Einkaufszentrum

So soll es im Inneren der East Side Mall aussehen. (Foto: FREO Group)
Berlin: East Side Mall |

Friedrichshain. Seit einigen Tagen wird der bisherige Parkplatz östlich der Mercedes-Benz-Arena auf dem Anschutz-Areal freigeräumt. Dort, unterhalb der Warschauer Brücke, haben jetzt die Arbeiten für das neue Einkaufszentrum East Side Mall begonnen.

Entstehen soll dort in den kommenden zwei Jahren ein Shoppingparadies auf drei Ebenen mit etwas mehr als 37 000 Quadratmeter vermietbarer Flächen für rund 120 Nutzer. Zwei Drittel davon sind für Einzelhandel vorgesehen, dazu kommen Dienstleistungen, Gastronomie, Freizeit- und Eventangebote. Investor ist die Forum Invest S.a.r.l. aus Luxemburg, als Projektentickler fungiert die FREO Group.

Der Bau des Centers war bereits im Rahmen der Entwicklung für das Anschutz-Quartier festgesetzt worden und konnte deshalb später vom Bezirk nicht mehr verhindert werden. Auch wenn die Mall zunehmend kritisch gesehen wurde. Zum einen gibt es Befürchtungen, sie könnte sich nachteilig auf die umliegende Geschäfte, etwa an der Warschauer Straße, auswirken. Außerdem kam immer wieder die Frage, ob für ein weiteres Projekt in dieser Größenordnung überhaupt entsprechende Nachfrage besteht. Denn im weiteren Umfeld der East Side Mall finden sich ähnliche großflächige Ladenzeilen, vom Alexa am Alexanderplatz bis zum Ring Center an der Frankfurter Allee.

Die Investoren auf dem Anschutz-Gelände scheinen vor allem auf das Publikum in der näheren Umgebung zu setzen. Zumindest lassen entsprechende Angaben auf der Website der FREO-Group darauf schließen. Verwiesen wird dort auf die "positive und interessante Umfeldentwicklung", sprich den schon vorhandenen und weiter steigenden Arbeitsplätzen im Quartier. Dazu kommen die Besucher der Arena oder Touristen, etwa an der East Side Gallery.

Der Baustart war zunächst bereits für das vergangene Jahr vorgesehen, hat sich aber anscheinend auch deshalb verzögert, weil die Pläne noch dem Baukollegium vorgelegt werden mussten. Der Beginn der Arbeiten wurde jetzt von der Anschutz Entertainment Group vermeldet, die vor allem drauf hinwies, dass für Gäste der Arena künftig weniger Stellplätze im Freien zur Verfügung stehen. Sie sollen stattdessen das Parkhaus nutzen.

Im Stadtplanungsausschuss war die Shopping Mall dagegen seit einem Auftritt des Projektentwicklers im Dezember 2014 anscheinend kein Thema mehr. Zumindest kann sich dessen Vorsitzender John Dahl (SPD) nicht daran erinnern. Nach Angaben der Stadtplanung sei aber über die Baugenehmigung informiert worden. Das weitere Verfahren schien die Mitglieder aber nicht mehr besonders interessiert zu haben. Wohl vor allem deshalb, weil sie ohnehin nichts mehr daran ändern konnten. tf
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