Degewo eröffnet eigenes Planungsbüro

Mitte. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Degewo hat als erstes Wohnungsunternehmen in Berlin ein eigenes Planungsbüro eröffnet.

Im "bauWerk", wie das Büro heißt, arbeiten Architekten und Bauingenieure eng mit den Degewo-Kundenzentren und anderen Unternehmensbereichen zusammen. Durch das eigene Team will die Degewo "künftig schneller, flexibler und cleverer bauen", sagte Degewo-Vorstand Kristina Jahn bei der Vorstellung des "bauWerks" als "Herzstück der Degewo-Neubaustrategie."

In den kommenden zehn Jahren will die Degewo 11.000 neue Wohnungen fertigstellen. Das eigene Planungsbüro erbringt mehr Eigenleistungen und senke damit Baunebenkosten und Mieten. 80 Prozent der Degewo-Neubauten sollen künftig zu Mieten von 6,50 bis maximal 10,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Die Degewo-Manager haben sich für ihre Neubaustrategie mit Experten aus Wien beraten. Dort wird bereits seit langem erheblich günstiger und schneller gebaut als in der deutschen Hauptstadt.

Wenn die Degewo-Architekten die Pläne selbst entwickeln und die Bauvorhaben betreuen, werden nicht nur Kosten bei externen Planern gespart, sondern die Abläufe beschleunigt, erklärt die Leiterin von "bauWerk", Jacqueline Brüschke. Zentrale Planungsphasen gibt die Degewo nicht mehr aus der Hand. Weil die Wohnungsbaugesellschaft für die eigenen Kunden plant, könne man bedarfsgerechter bauen. Mitarbeiter, Baufirmen und Anwohner sollen in Zukunft früher in den Neubauprozess eingebunden werden und sich an der Planung beteiligen.

Um die Kosten zu optimieren, hat die Degewo für Flächen, Volumen und Fassaden Planungsparameter entwickelt. "Unser Ziel ist es, optimale Grundrisse für unsere Kunden zu entwickeln. Funktion statt Fläche und ein Mehrwert für das Quartier, stehen im Fokus unserer Planung", sagt Jacqueline Brüschke. So könnten künftig bis zu sechs statt bisher drei Wohnungen pro Etage erschlossen werden. Außerdem müssten Neubauten keine teuren Tiefgaragen haben. Preiswertere Varianten für wohnungsnahe Parkplätze tun es auch.

"Bislang sind wir davon ausgegangenen, dass wir mit 500 Millionen Euro rund 2600 Neubauwohnungen bauen können. Mit einer gut durchdachten, funktionalen und kostengünstigen Planung im bauWerk können über 1400 Wohnungen mehr entstehen", so degewo-Vorstand Kristina Jahn. Das degewo-Planungsbüro "bauWerk" entwickelt nach dem neuen Prinzip bereits 14 Neubauprojekte mit insgesamt mehr als 800 Wohnungen. Darunter ist ein Neubauprojekt in der Usedomer Straße Ecke Wattstraße mit rund 80 Wohnungen.

Aktuell sind bei der Degewo 500 Wohnungen im Bau und rund 30 Projekte in Planung. Ziel ist es, jährlich 1000 Wohnungen fertig zu stellen.


Dirk Jericho / DJ
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