Reisen ins Schlaraffenland

Dem Thema angepasst: Im Großformat auf dem gedruckten Programm finden Kinder und Jugendliche das diesjährige Plakatmotiv für das Festival "Junge Kunst NK". Das Bild „Halde“ stammt von Mona Broschár. Es ist auch im Rahmen des Kunstfestivals in der zentralen Ausstellung im Vollgutlager in der Rollbergstraße 26 zu sehen. (Foto: Barbara Proschak)

Neukölln. Mehr als 1200 Künstler sowie fast 100 Ateliers und Projekträume präsentieren in diesem Jahr an über 200 Orten ihre Beiträge zum Festivalthema „Satt“. Zum dritten Mal findet das junge Kunstfestival „Junge Kunst NK“ als Festival im Festival statt.

Junge und aufstrebende Künstler erhalten in Berlins größtem, vom Kulturnetzwerk Neukölln organisiertem Kunstfestival erneut eine laborartige Plattform, um sich in der Öffentlichkeit auszuprobieren und zu präsentieren. Auch die ganz jungen Künstler mischen immer mehr mit: Das in dieser Form weltweit einmalige junge Kunstfestival zeigt diesmal unter dem Thema „Schlaraffenland“ in über 50 Veranstaltungen die ganze Bandbreite künstlerischen Schaffens von über 400 Neuköllner Kindern und Jugendlichen. Sie haben sich im letzten Halbjahr in Kursen, Workshops und offenen Ateliers des Young Arts Neukölln in der Donaustraße 42 mit dem Thema beschäftigt.

„Das junge Festival mit Mitmachaktionen, Ausstellungen, Film und Theater ist sehr vielseitig. Es ist sicher für Besucher jeden Alters etwas dabei“, meint Henriette Huppmann, Leiterin der Kreativ- und Kunstwerkstätten im Young Arts. Dort ist auch die Ausstellung „Fantasia“ des „Junge Kunst NK“ vom 24. Juni bis 1. Juli zu sehen. Schüler der Richard-, Röntgen-, Hans-Fallada und Regenbogenschule bieten Reisen ins Fantasia-Land an – ein Ort, den niemand kennt, wo aber alle hinwollen. Die jungen Künstler entwarfen in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern ein Reisebüro und eine Touristikinformation – mit selbst entworfenen Plakaten, Werbeflyern von Reisezielen, Souvenirs aus den Reiseländern und selbstgenähter „Arbeitskleidung“.

In weiteren Workshops fertigten Schüler Möbel aus Sperrmüll an, nahmen ein Hörspiel zum Thema „Überfluss“ auf und kreierten ein Schattenspiel, das auf Video gezeigt wird. Weitere Orte, an denen junge Kunst zu sehen ist, sind der Heimathafen mit einer Theaterproduktion des Jugendclub Active Player NK sowie die Neukölln Arcaden. In einer Gruppenausstellung zeigen dort Schüler verschiedener Altersgruppen, was sie heute unter dem Begriff „Schlaraffenland“ verstehen - auch am Beispiel von Schulunterricht, wo es dann Fächer wie Chillen, Süßigkeitenkunde oder eine Picknick AG gäbe. Im Cineplex Kino in den Arcaden läuft zudem ein junges Kurzfilmprogramm. SB

Das gesamte Festivalprogramm gibt es unter www.48-stunden-neukoelln.de.
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