Sopranistin Natsumi Witzmann will beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" siegen

Natsumi Witzmann bereitet sich mit einer Stimmprobe  auf eine Gesangsstunde vor.
  • Natsumi Witzmann bereitet sich mit einer Stimmprobe auf eine Gesangsstunde vor.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Marzahn-Hellersdorf. Natsumi Witzmann vertritt die Hans-Werner-Henze-Musikschule beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". Die Studentin möchte einmal als Sopran die Opernbühnen und Konzerthäuser erobern.

Mit einem ersten Preis beim Bundeswettbewerb der Musikschulen vom 13. bis 20. Mai könnte sie einen weiteren Eckstein setzen. Es winkt ein Stipendium und bei künftigen Bewerbungen wäre der sicher vorteilhaft. Andererseits, weiß die junge Sopranistin, kannte der Wettbewerb schon viele Preisträger. Nicht alle stehen heute auf den Opernbühnen der Welt. „Es wäre schön, zu gewinnen. Einen langen Atem brauche ich sowieso“, sagt Natsumi Witzmann.

Die Musik wurde der 18-Jährigen gewissermaßen in die Wiege gelegt. Beide Eltern sind Musiklehrer. Ihre Mutter, Yoko Miura, komponiert außerdem und tritt auch als Pianistin auf. Natsumi begann mit neun Jahren Geige zu lernen. Mit zehn Jahren sang sie zunächst in einem Kinderchor. Inzwischen ist ihr Instrument das Klavier und ihre Leidenschaft der Sologesang im klassischen Fach.

Um ihr Talent zu entwickeln, übt sie viel. Außerdem hat sie pro Woche drei bis vier Stunden regulären Musikunterricht. Dieser umfasst Klavier, Gesang und Musiktheorie. Nebenbei studiert sie Italienisch und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität.

Das Abitur legte Natsumi bereits mit 16 Jahren ab. Sie wurde vorzeitig eingeschult und übersprang in einer sogenannten Schellläuferklasse die achte Klasse. „Wenn ich etwas mache, dann gern und ich will auch erfolgreich sein“, sagt sie.

Neben dem Studium jobbt sie zehn Stunden in der Woche an der Kasse eines Supermarktes. „Meine Ausbildung ist ziemlich teuer und ich will nicht, dass meine Eltern das alles alleine bezahlen“, erklärt sie.

In vier Jahren will sie mit ihrem Studium fertig sein und ein Gesangsstudium anschließen. Das wird vier bis fünf Jahre dauern. Dann will sie auf die Bühne, sich in Opern und bei Konzerten beweisen. „Das ist für eine Sopranistin das richtige Alter“, erläutert sie.

Doch zunächst steht der Bundeswettbewerb an. Er sieht in diesem Jahr vor, dass nur Duos antreten. Natsumi hat sich beim Landeswettbewerb mit zwei ersten Plätzen eine doppelte Chance erarbeitet. Sie singt am Sonnabend, 14. Mai, mit einer anderen Sängerin aus Berlin und am Montag, 16. Mai, mit einem Sänger. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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