Laut – schrill – tolerant: Spaceparade will sich für eine bunte Stadt einsetzen

Die Organisatoren Gustav Wöhrmann, Matthias Bielor, Hannes Oben, Elisabeth Peters und Thomas Bryant stellten ihre Ideen zur Spaceparade vor.
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  • Die Organisatoren Gustav Wöhrmann, Matthias Bielor, Hannes Oben, Elisabeth Peters und Thomas Bryant stellten ihre Ideen zur Spaceparade vor.
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Lichtenberg. Jugendklubs und Vereine in Lichtenberg sind vom Bündnis für Demokratie und Toleranz aus dem Nachbarbezirk Marzahn-Hellersdorf aufgerufen worden, sich an der Spaceparade zu beteiligen.

Unter dem Motto „Mehr Liebe Wagen“ soll sich ein bunter Zug am Sonnabend, 15. Juli, vom Bahnhof Springpfuhl entlang der Allee der Kosmonauten bewegen. Zu den Organisatoren gehören neben dem Bündnis für Demokratie auch die Spielplatzinitiativ Marzahn und Jugendeinrichtungen aus dem Bezirk.

„In den Medien werden die Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf oft als ein düsterer und rassistischer Ort wahrgenommen“, erklärte Thomas Bryant vom Bündnis für Demokratie. „Es gibt aber viele Einwohner besonders in den Neubaugebieten, die zeigen wollen, dass wir bunt und tolerant sind.“

5000 Teilnehmer erwartet

Bryant zeigte sich optimistisch, als er am 20. Februar die geplante Veranstaltung vorstellte. „Mindestens 5000 Teilnehmer erwarten wir.“ Die Spaceparade gab es in Marzahn schon einmal von 1999 bis 2002. Damals standen Raumfahrt, Wissenschaft und die berufliche Perspektive im Mittelpunkt. In diesem Jahr soll es ein Zug der Lebensfreude werden. Mit lauter Musik, bunten Kostümen und Beiträgen verschiedener Nationen. „Wir wollen zeigen, dass uns die Straße gehört und nicht den Rechtsextremen und Neonazis“, betonte Bryant. „Wir wollen, dass sich die Menschen in unserer Gesellschaft wohlfühlen.“

Es gibt viele tolerante Menschen in Marzahn-Hellersdorf

Die Organisatoren wollen jene unterstützen, die sich gegen rechtsextreme Demonstrationen, Beleidigungen und Angriffe von Neonazis wenden. „Neben den sogenannten besorgten Bürgern gibt es aber auch Menschen, die JA sagen zu einer Gesellschaft, in der Menschen ihre Lebensentwürfe selbst gestalten können“, heißt es in einem Aufruf des Bündnisses für Demokratie.

Matthias Bielor von der Spielplatzinitiative verwies darauf, dass im Bezirk viele Nationalitäten und Kulturen leben: Vietnamesen, Sinti und Roma, die Spätaussiedler und nun auch Flüchtlinge und Asylsuchende. Alle können sich mit kulturellen Beiträgen an der Spaceparade beteiligen.

30 Mitstreiter haben sich bereits zusammengefunden, darunter Vereine aus anderen Bezirken und Jugendliche aus Reinickendorf. Zehn Wagen und ein Fahrradkorso haben sich gemeldet, die bei der Aktion „Mehr Liebe Wagen“ mitmachen wollen. Die Spaceparade – „Mehr Liebe WAGEN – Dancing for Future“ findet Sonnabend, 15. Juli, statt, Start: 11.55 Uhr. KT

Weitere Informationen auf www.demokratie-mh.de oder auf facebook.

Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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