Wohnungen am Karower Damm?
Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte möchte in Blankenburg bauen

Am Karower Damm 1/Treseburger Straße möchte die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) gern ein neues Wohnquartier errichten.

Pläne präsentierte das Unternehmen auf der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der BVV. Die WBM soll, so wie die anderen fünf städtischen Wohnungsunternehmen, im Auftrage des Senats möglichst rasch Wohnungen bauen. Aber in ihren Haupt-Ortsteilen Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg findet sich kaum noch Platz. Deshalb fokussiert sich die WBM seit geraumer Zeit auf andere Ortsteile. Im Bezirk Pankow werden zum Beispiel an der Neukirchstraße und an der Grabbeallee Anlagen geplant. Das möchte die WBM auch am Karower Damm. Auf knapp 23 000 Quadratmetern Grundstücksfläche könnten etwa 445 Wohnungen in bis zu fünf Geschossen gebaut werden. Allerdings, und darum stellte die WBM das Projekt den Verordneten vor, müsste dafür der Bebauungsplan geändert werden. Noch gilt hier ein 2005 beschlossener Bebauungsplan, der ausschließlich gewerbliche Nutzungen vorschreibt.

Die Verordneten sehen das Vorhaben sehr zurückhaltend. Wie sich in der Diskussion herausstellte, könnten auf der gegenüberliegenden Seite des Karower Damms nämlich weitere bis zu 2000 Wohnungen entstehen, gebaut von der Deutschen Wohnen SE. Der Gruppenleiter verbindliche Bauleitplanung im Stadtplanungsamt, Dr. Gerald Leue, berichtet, dass die damalige Wohnungsbaugesellschaft GSW schon in den 90er Jahren dort bauen wollte. Dafür hatte der Senat sogar schön grünes Licht gegeben.

Doch dann wurde die GSW an die Deutsche Wohnen verkauft. Diese entdeckte vor einiger Zeit diese Wohnungsbaupotenzialfläche wieder. Und so sprachen Vertreter des Unternehmens vor einiger Zeit mit ersten Ideen beim Pankower Stadtplanungsamt vor. Wenn die Deutsche Wohnen tatsächlich dort baut, würden in diesem Bereich des Karower Damms mit den geplanten Wohnungen der WBM knapp 2500 Wohnungen neu entstehen. „Bereits jetzt haben wir in diesem Bereich desolate Verkehrsverhältnisse und Verkehrsanbindungen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Kraft. „Wie soll der Verkehr funktionieren, wenn dort etwa 2500 Wohnungen noch hinzukommen?“ Und der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Wolfram Kempe fordert: „Erst müssen hier die Fragen der Verkehrsinfrastruktur geklärt sein.“

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