Geld für Klinikum in Sicht: Erweiterung des Neuköllner Krankenhauses kann voraussichtlich 2018 beginnen

Buckow. Gesundheitssenatorin Dilek Kolat und der Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu (beide SPD) waren am 17. Juli zu Gast im Vivantes Klinikum. Die Senatorin hatte eine gute Nachricht: Das Land Berlin will endlich 115 Millionen Euro für Ausbau und Sanierung des Hauses lockermachen.

Ein paar Tage vor Kolats Besuch hatte der Senat seinen Doppelhaushalts-Entwurf 2018/2019 beschlossen. Darin ist auch das Geld für das Klinikum enthalten. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Abgeordnetenhaus im Herbst zustimmt. Weitere 45 Millionen Euro will das Landesunternehmen Vivantes selbst zuschießen.

Denn Erweiterung tut Not: Das Neuköllner Klinikum ist eines der größten Krankenhäuser Berlins und hat eines der größten Einzugsgebiete. Jährlich werden etwa 80 000 Patienten allein in der Rettungsstelle behandelt, die aber nur für 25 000 Menschen ausgelegt ist. Der Ansturm ist kaum noch zu verkraften, die Wartezeiten sind lang.

Der geschäftsführende Klinik-Direktor Christian Dreißigacker erläuterte: Der erste Bauabschnitt könne 2018 beginnen. Wo heute das zentrale Parkhaus ist, soll ein fünfgeschossiger Anbau entstehen, der neben einer modernen Rettungsstelle auch den Zentralen OP-Trakt mit 15 Sälen und mehrere Stationen aufnimmt. Auf dem Dach ist ein Hubschrauber-Landeplatz geplant, damit Schwerverletzte schneller als bisher ins Klinikum eingeliefert werden können.

Rund 15 Jahre Bauzeit

Ist der Anbau dann 2022 fertig, kann das 30 Jahre alte Hauptgebäude bei laufendem Betrieb saniert werden. „Das gesamte Vorhaben wird rund 15 Jahre dauern und etwa eine halbe Milliarde Euro kosten“, so Fritz Felgentreu. Er freut sich, dass der Senat nun das Geld für den ersten großen Abschnitt zur Verfügung stellen will.

Verhaltenere Töne schlägt Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) an. „Gemeinsam mit dem ehemaligen Gesundheitssenator Mario Czaja haben wir 2015 die Weichen dafür gestellt, dass es am Klinikum jetzt bald losgehen kann. Ich erwarte vom derzeitigen Senat, dass Neubau und Sanierung ohne große Verzögerung durchgeführt werden.“ sus

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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