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Studierende eröffnen Lebensmittel-Ausgabe auf FU-Campus

Wo: FU Berlin, Fabeckstraße 23, 14195 Berlin auf Karte anzeigen

Abgeben statt wegwerfen: An der Freien Universität (FU) Berlin gibt es seit 27. November eine Verteilerstation für Lebensmittel. Das Projekt ist das erste seiner Art an einer Berliner Hochschule.

Studierende der Nachhaltigkeits-Initiative „Sustain it!“ (Erhalte es!) wollen einen Ort schaffen, an dem Lebensmittel von Groß- und Einzelhändlern, aber auch von FU-Mitarbeitern und anderen Interessierten eingesammelt werden. Voraussetzung für die Abgabe: Die Lebensmittel müssen ungeöffnet und verzehrfähig sein. Ausgenommen sind allerdings Frischeier, Milch-, Fisch- und Fleischprodukte.

„Weltweit wird jedes dritte Lebensmittel für den Müll produziert“, erklärt Kathrin Henße, FU-Studentin und Mitglied bei Sustain it!. „In Deutschland landen laut der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen Nahrung im Abfall, sei es bei der Ernte, der Verarbeitung, im Handel oder beim Endverbraucher.“ Jeder Bundesbürger werfe im Schnitt 80 Kilogramm verzehrfähige Lebensmittel weg.

„Teile Lebensmittel, anstatt sie wegzuwerfen“ ist daher das Motto, unter dem die Studierenden ihr Pilotprojekt „FUdsharing“ – ein Wortspiel mit dem Namen der FU – geschaffen haben. „In Kooperation mit der Food-Sharing-Initiative Zehlendorf holen wir Lebensmitteln aus den umliegenden Supermärkten, Cafés und Bäckereien ab und verteilen sie kostenlos an alle Interessenten hier auf dem Campus“, erläutert Malina Austen von Sustain It!. In aufgestellten Regalen und einem Kühlschrank stehen die gerettetn Nahrungsmittel in der Fabeckstraße 23-35/ Raum KL 24/140 montags von 12-18 Uhr, dienstags von 14-18 Uhr sowie donnerstags von 12-16 Uhr zur Abholung bereit. Dabei sind nicht nur Einkommensschwache und Bedürftige willkommen, betonen die Essensretterinnen, die Verteilerstation steht allen Bürgern offen.

Dieser erste Verteiler oder Fair-Teiler im Bezirk soll nicht nur die enorme Lebensmittelverschwendung reduzieren, sondern zu einem Begegnungs- und Lern-Ort werden. Geplant sind Diskussionen und Workshops rund um das Thema einer zukunftsfähigen Ernährung und Lebensmittelproduktion.

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