Zentralfriedhof wird umgestaltet
Anlage erhält einen Wald / Neue Bestattungsformen sollen möglich werden

So sehen die neuen Urnenwände auf dem Zentralfriedhof aus.
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  • So sehen die neuen Urnenwände auf dem Zentralfriedhof aus.
  • Foto: Bezirksamt Lichtenberg
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Im Auftrag des Straßen- und Grünflächenamts wird der Zentralfriedhof Friedrichsfelde in den kommenden Jahren stetig verändert.

Das teilt das Bezirksamt aus Anlass des 140. Jubiläums der Anlage mit. Es sind bereits die ersten Schritte gegangen worden, um sie langfristig und nachhaltig zu sichern und zu entwickeln, informiert der zuständige Stadtrat Martin Schaefer (CDU).

Viele Menschen verbinden mit dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde die Gedenkstätte der Sozialisten. Aber er ist weit mehr, unter anderem ein Gartendenkmal.
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Zentrale Themen sind das Beheben von Verkehrsgefährdungen, die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit durch nutzer- und nachfrageorientierte Angebote sowie eine stärkere ökologische Ausrichtung auf den Grünflächen.

Im vorderen Bereich wird nach und nach ein neues Grabfeld mit Urnenwänden gestaltet. Eingefasst mit einer Hainbuchenhecke wird dieser Bereich nicht nur gestalterisch hochwertig, sondern mit einer Rundbank und weiteren Bänken ausgestattet. Zunächst wurden vier Urnenwandanlagen mit 40 Kammern aufgestellt, berichtet Schaefer. Zusätzlich wird ein Wald im hinteren Teil des Zentralfriedhofs als naturnaher Bereich ausgestaltet. Dazu werden weitere Bäume gepflanzt. Dieser Wald bietet dann die Möglichkeit einer Urnenbestattung in naturnahen Umgebung. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde zudem in der Feierhalle ein Abschiedsraum eingerichtet.

Auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde befinden sich die Grabstätten bekannter Persönlichkeiten, wie die vom Schriftsteller und Dichter Hansgeorg Stengel.
  • Auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde befinden sich die Grabstätten bekannter Persönlichkeiten, wie die vom Schriftsteller und Dichter Hansgeorg Stengel.
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Bei der weiteren Gestaltung des Zentralfriedhofs gehe es aber nicht nur um bauliche Maßnahmen, so Schaefer weiter. „In den nächsten Jahren werden wir uns auch neuen Bestattungsformen widmen, um damit noch vielen Menschen zu ermöglichen, in Würde von ihren Liebsten Abschied zu nehmen.“ Weitere Informationen zum Entwicklungskonzept gibt es demnächst auf der Website des Büros TOPOS unter www.topos-planung.de.

So sehen die neuen Urnenwände auf dem Zentralfriedhof aus.
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Der rund 250 000 Quadratmeter große Zentralfriedhof wurde 1881 nach Plänen des Gartendirektors Hermann Mächtig angelegt. Anfang der 1950er-Jahre erfuhr der südliche Eingangsbereich mit dem Bau der Gedenkstätte der Sozialisten eine wesentliche Umgestaltung. Heute ist der Zentralfriedhof aufgrund seiner Größe und Struktur nicht nur ein berlinweit bekannter Bestattungsort, sondern auch eine städtische Parkanlage und ein Ort der Naherholung mit einer eindrucksvollen Geschichte. „Am Zentralfriedhof Friedrichsfelde lassen sich historische Ereignisse der letzten 140 Jahre nachvollziehen“, erklärt Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke). „Zum Jubiläum wird der Blick nach vorn gerichtet und der Friedhof behutsam neu gestaltet. Gleichzeitig wird aber der Charakter nicht verändert, sodass uns der Friedhof mit seinem unschätzbaren Wert als Erinnerungsort erhalten bleibt. Der Wandel des Bezirks spiegelt sich aber auch am Zentralfriedhof wieder. In Zukunft wird es dort zum Beispiel auch eine buddhistische Grabesstätte geben.“

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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