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Nashorn-Nachwuchs Thanos ist ausgezogen

Wo: Tierpark Berlin, Am Tierpark 125, 10319 Berlin auf Karte anzeigen
Jungbulle Thanos ist nun nach Amersfoort umgesiedelt worden.
Jungbulle Thanos ist nun nach Amersfoort umgesiedelt worden. (Foto: Tierpark Berlin 2017)

Kurz vor Jahresende hieß es im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde wieder einmal Abschied nehmen. Nashorn-Nachwuchs Thanos ist inzwischen zwei Jahre alt und fast so kräftig wie seine Eltern. Weil erwachsene Kolosse in der Natur Einzelgänger sind, musste das Jungtier umziehen.

Das Panzernashorn Thanos kam am 12. September 2015 im Dickhäuterhaus des Tierparks zur Welt, liebevoll angenommen und aufgezogen von Mutter Betty (22). Seitdem haben beide einige Abenteuer im Tierpark Berlin erlebt. Thanos hat sich inzwischen zu einem kraft strotzenden, ausgewachsenen Bullen entwickelt. Das Panzernashorn ist nach dem Elefanten und dem Breitmaulnashorn das drittgrößte Landsäugetier der Erde. Mit seinen aktuell etwas über 600 Kilogramm dürfte der Friedrichsfelder Dickhäuter in einigen Jahren genauso viel auf die Waage bringen wie sein Vater Belur, der 1990 ebenfalls im Tierpark geboren wurde.

Kurz vor Weihnachten trat Thanos nun eine rund neunstündige Reise ins niederländische Amersfoort an, wo er im Dierenpark sein neues Zuhause bezogen hat. Nun sind Betty und Belur wieder die einzigen Panzernashörner im Tierpark.

„Panzernashörner sind Einzelgänger“, erklärt Tierparkdirektor Andreas Knieriem. „Mit rund zwei Jahren lösen sich die Jungtiere in der Wildbahn von ihren Müttern und gehen eigene Wege. Das ist bei Thanos nicht anders.“

Die Tiere mit dem etwas martialischen Namen heißen wegen der charakteristischen Faltung ihrer Haut so. Sie gelten in ihrer Heimat im Nordosten Indiens und in Nepal als gefährdet. 1905 zählten Tierschützer nur noch etwa 75 Panzernashörner in Indien. Inzwischen haben die Schutzmaßnahmen in Indien und Nepal offenbar Wirkung gezeigt, die auch von Zoos unterstützt werden. Geschätzt leben heute wieder rund 2800 Tiere in der Wildbahn. Thanos‘ Umzug erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes für die gefährdete Tierart.

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