Showdown am Grunewald
Topteams vom TC Blau-Weiss wollen aufsteigen

Werden sie auch am Sonntag jubeln? Die Hockey-Herren vom TC Blau-Weiss Berlin wollen zurück in die 1. Bundesliga.
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  • Foto: Michael Nittel
  • hochgeladen von Manuela Frey

Am Sonntag, 17. Juni, kommt es sowohl für die Hockey-Damen als auch für die Hockey-Herren vom TC Blau-Weiss Berlin zu einem Showdown im Kampf um den Aufstieg: Die Damen wollen die Rückkehr in die 2. Bundesliga, die Herren den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga schaffen.

Auf der Hockeyanlage an der Waldmeisterstraße empfangen von 11.30 Uhr an zunächst die Damen am letzten Spieltag der Regionalliga Ost den ATV Leipzig. Im Fernduell um den Aufstieg duelliert sich Blau-Weiss mit dem Mariendorfer HC, der parallel gegen den Berliner HC II antreten muss: Beide Teams liegen punktgleich an der Tabellenspitze. Deshalb wird, falls beide ihre Spiele gewinnen sollten, das Torverhältnis den Ausschlag geben. Zurzeit liegt der TC Blau-Weiss mit einem Treffer vorn. „Deshalb werden wir jemanden nach Mariendorf schicken und telefonisch miteinander verbunden sein, um zu wissen, wie es dort steht und darauf entsprechend reagieren zu können“, verrät Hendrik Gay, sportlicher Leiter bei Blau-Weiss.

Noch ein wenig komplizierter gestaltet sich das Aufstiegsrennen für die Herren vor dem letzten Spiel gegen den TuS Lichterfelde, das am 17. Juni um 14 Uhr beginnen wird: Nachdem der Verfolger SC Frankfurt 1880 einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte, waren die Hessen mit Punktabzug bestraft worden – damit wäre Blau-Weiss an der Tabellenspitze schon vor dem letzten Spieltag nicht mehr einzuholen und damit aufgestiegen. Doch Frankfurt legte Widerspruch gegen dieses Urteil ein, der am 7. Juni vom Bundesschiedsgericht jedoch abgewiesen worden ist. Der SC hat von diesem Zeitpunkt an aber immer noch 14 Tage Zeit, gegen diese Entscheidung vor das Oberschiedsgericht und in Berufung zu gehen. Für den Fall, dass Frankfurt in letzter Instanz doch noch Recht bekommt, sollte der TC Blau-Weiss die letzte Partie in jedem Fall gewinnen, um den Aufstieg sportlich und aus eigener Kraft klar zu machen und nicht auf ein Gerichtsurteil angewiesen zu sein.

„Deshalb gehen wir mit der klaren Zielsetzung in das Derby, dieses Spiel noch gewinnen zu müssen und gewinnen zu wollen“, stellt Hendrik Gay unmissverständlich fest. Doch wie wird das Team vom TuS Lichterfelde, für das es quasi um nichts mehr geht, in diese Partie gegen? Freut man sich über einen möglichen Berliner Aufsteiger in die 1. Bundesliga oder wird man alles dafür tun, dem Lokalrivalen in die Suppe zu spucken? „Eine gute Frage, die ich nicht beantworten kann“, sagt Gay. „Es gibt im Team von TuSLi ein paar verdiente Spieler, die ihre Karriere beenden werden. Ich gehe deshalb davon aus, dass sie zum Abschied noch mal gewinnen wollen. Aber unabhängig davon sollte uns das letztlich egal sein. Wir schauen nur auf uns und werden alles in die Waagschale werfen, um das Spiel vor eigenem Publikum zu gewinnen, die Rückkehr in die 1. Bundesliga klar zu machen und alle Zweifel, Unwägbarkeiten und möglichen Urteile aus der Welt zu räumen.“

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