Der insgesamt zehnte tote Nager auf der Rhenaniastraße aufgelesen

Haselhorst. Erneut wurde an der Rhenaniastraße ein Biber von einem Auto angefahren. Es ist der zehnte tote Biber seit 1999, informieren Naturschützer.

Der 27,5 Kilogramm schwere Biber wurde in der Nacht zum 16. Mai von einem Auto erfasst, als er die Straße zwischen dem Rohrbruchteich und dem angrenzenden Sumpfgebiet überqueren wollte. Das meldet der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Das Tier wurde inzwischen vom Institut für Wildtierforschung (IZW) obduziert und die Todesursache festgestellt. Für den BUND ist der Tod des Bibers ein "trauriges Jubiläum".

Seit 1999 wurden in diesem Bereich zehn Biber überfahren. Der BUND führt genau Buch darüber, wie viele der größten Nager Europas jedes Jahr totgefahren werden. Auf der Rhenaniastraße gilt in Höhe Teich und Erlenbruch seit 2008 zwar Tempo 30. Trotzdem halten sich nicht alle Autofahrer daran. Anfangs galt dort auch ein Nachtfahrverbot. Das hat man inzwischen aber wieder aufgehoben, weil es nicht kontrollierbar war und ständig missachtet wurde. In Spandau hatte sich vor allem die GAL-Fraktion wiederholt für ein konsequentes Nachtfahrverbot auf der Rhenaniastraße eingesetzt. Der BUND fordert nun eine Teilsperrung der Rhenaniastraße für den durchgehenden Autoverkehr, zumal dieser Straßenzug zwischen der Daumstraße und der Gartenfelder Straße von vielen Autofahren als Abkürzung und Schleichweg benutzt werde.

Ulrike Kiefert / uk
Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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