Frauen-Gold für Ruder-Club Tegelort: Gleichberechtigung im Vorstand gewürdigt

Stadtrat Dollase (hinten) mit Vertreterinnen der erfolgreichen Sportvereine.
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  • Foto: Bezirksamt Reinickendorf
  • hochgeladen von Christian Schindler

Sportstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) hat Vereine ausgezeichnet, die die Frauenförderung in ihrem Verein besonders unterstützen.

Der „Gold für Frauen“-Preis ging an den Ruder-Club Tegelort. Die Wahl fiel einstimmig aus: Die vierköpfige Jury war sich darin einig, dass der Vorstand des 170 Mitglieder großen Vereins durch eine Vielzahl von Aktivitäten gezeigt habe, wie wichtig dem Verein die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Vorstand sei. Nachahmenswert seien unter anderem die Patenschaften, die zur aktiven Mitwirkung im Vereinsleben motivieren sollen.

Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert. Mehr als 30 Vertreterinnen von Sportvereinen nahmen an der Preisverleihung im Casino des VfB Hermsdorf teil. Neben dem Sieger wurden folgende Vereine mit Förderpreisen in Höhe von 500 Euro ausgezeichnet: der Heiligenseer Segel-Club, Paddelclub Gut Naß Tegel (Kanu), SC Borsigwalde (Fußball), Shuri-Ryu Berlin (Kampfsport). Zwölf Vereine haben sich um den „Gold für Frauen“-Preis beworben.

Der Jury gehörten neben Stadtrat Tobias Dollase an: Kirsten Ulrich, Vizepräsidentin des Landessportbundes Berlin für Frauen und Gleichstellung im Sport, Brigitte Kowas, Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamtes, sowie Detlef Trappe (CDU), Vorsitzender des Sportausschusses der Bezirksverordnetenversammlung. Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Finanzen und der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen (vorherige Legislaturperiode) unterstützt.

Bei der Preisverleihung sagte Dollase: „Dass Frauen im Sport äußerst erfolgreich sind, ist bekannt. Allerdings sind nach wie vor immer noch zu wenige Frauen in leitenden Funktionen aktiv. Es gibt nur wenige weibliche Vorsitzende oder Schatzmeisterinnen, noch seltener sind Trainierinnen oder Übungsleiterinnen in sogenannten Männersportarten wie Fußball und Handball.“ Herausforderungen wie stagnierende oder rückläufige Mitgliederzahlen und die Suche nach Ehrenamtlichen seien erfolgreicher zu meistern, wenn das Potenzial von Frauen besser genutzt werde. „Der größte Gewinner von mehr Vielfalt im Sport wird der Sport selbst sein“, so der Stadtrat.

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