Müggelturmstraße könnte für den Naturschutz gesperrt werden
APRIL, APRIL im Müggelwald

Sie haben es sicher schon gemerkt, wir wollten Sie tüchtig in den April schicken. Mehr über unseren Scherz mit den Riesentrappen lesen sie, wenn Sie hier den Link anklicken.
Ungewöhnliche Entdeckung am Rand der Kanonenberge im Müggelwald. Berliner Naturschützer haben ein Nest mit Eiern der Riesentrappe entdeckt. "Das sind seltene Mutationen der in Deutschland bekannten Großtrappen. Bisher sind diese Vögel nirgend in Mitteleuropa nachgewiesen", erklärt Stephan von Försterberg, Ornithologe und Privatdozent. Er hatte per SMS von einem Unbekannten mit unterdrückter Nummer die Koordinaten des Geleges mit zwei Eiern bekommen. Per Navigationsgerät haben er und der Naturschützer Ralph van Lithuania dann die Stelle am Rand der Kanonenberge gefunden. "Wir müssen prüfen, ob aus Artenschutzgründen der Personenverkehr im Umfeld des Geleges eingeschränkt werden muss. Dazu wird es am 1. April hier im Müggelwald einen Ortstermin  mit oberer und unterer Naturschutzbehörde geben. Im schlimmsten Fall müsste sogar die Straße zum Müggelturm komplett gesperrt werden, aber nur bis zum Schlüpfen der Küken in vielleich acht Wochen", erklärt Ralph van Lithuania.
Die Riesentrappe, eine Abart der Großtrappe, wird bis zu 25 Kilo schwer. Sie gehört zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. 
Beim Bau der ICE-Schnellfahrstrecke Berlin-Hannover waren Mitte der 90'er Jahre im Naturschutzgebiet Havelländisches Luch bei Rathenow Großtrappen entdeckt worden. Die Deutsche Bahn musste als Schutzmaßnahme für rund 23 Millionen DM Schutzdämme errichten. Außerdem wurde die Geschwindigkeit der Züge auf Tempo 200 begrenzt. Eine weitere teure Schutzmaßnahme gab es sogar im Bezirk Treptow-Köpenick. Bei der Umwandlung des früheren Rangierbahnhofs Schöneweide zum Gewerbeareal waren bis 2018 rund 1600 Zauneidechsen umgesiedelt worden. Über die genauen Kosten schweigt die Bahn, Experten gehen von rund einer Million Euro aus.
Hier ein kurzes Video:

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