Polizei und Bezirk luden Oberschüler zum Aktionstag ein

Hier testen Schüler, wie schnell sie beim Bremsen sind. Dabei merkten sie, dass man schon ohne Alkoholeinfluss ziemlich aufpassen muss.
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Rosenthal. Unter dem Motto "Na klar, wir sind in Pankow cool, auch ohne Drogen und Alkohol" fand vor wenigen Tagen eine ganz besondere Präventionsaktion statt. Verkehrssicherheitsberater und Präventionsbeamte der Polizeidirektion 1 und Mitarbeiter der Suchtkoordination des Bezirksamtes luden junge Leute aus zehnten Klassen zu drei Aktionstagen in das Landhaus Rosenthal ein. Dort erfuhren die Schüler, welche Auswirkungen bereits geringe Mengen an Alkohol und Drogen auf die Wahrnehmungsfähigkeit im Straßenverkehr haben.

Junge Leute schlagen gerne mal über die Strenge. Sie fühlen sich stark und fit. Dass sie mit Drogen und Alkohol ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, das wollen viele nicht glauben. Aber wenn sie sich dann noch hinter das Steuer setzen, wird es nicht nur für sie gefährlich. "Alkohol und Drogenkonsum sind eine Hauptursache für Unfälle im Straßenverkehr", weiß Uwe Karck, Verkehrssicherheitsberater der Polizeidirektion 1.

Um Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren, gehen die Suchtkoordination des Bezirksamtes und die Polizeidirektion 1 seit Jahren einen ungewöhnlichen Weg. Sie laden Schulabgänger zu einem Aktionstag ein. Uwe Karck: "Uns geht es vor allem darum, den jungen Leuten zu zeigen, wie durch Alkohol und Drogen ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt wird. Haben die Jugendlichen die Schule erst einmal beendet, sind sie für uns nur noch schwer zu erreichen. Bei unserem Aktionstag haben wir noch einmal Gelegenheit, sie für das Thema zu sensibilisieren."

In Zusammenarbeit mit dem THW, dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten und der Bundeswehr wurden vor wenigen Tagen für die Schüler sechs Stationen am und im Landhaus Rosenthal aufgebaut. An einem Fahrsimulator konnten sie zum Beispiel testen, wie ihre Wahrnehmung ohne Alkohol ist und wie sie sich mit nur einem Promille verändert. An weiteren Stationen testeten die Schüler ihre Reaktionsschnelligkeit beim Bremsen, trainierten Erste Hilfe und absolvierten mit der "Rauschbrille" einen Parcours. Dabei merkten sie sehr schnell, wie schon mit einem Promille die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt wird.

Schließlich gab es natürlich Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn der Freund oder die Freundin betrunken Auto fahren will. Man muss nicht unbedingt mitfahren, kann den Autoschlüssel unauffällig verschwinden lassen oder eigene Übelkeit vortäuschen, damit das Auto stehen bleibt. Damit kann man Freunden das Leben retten.

Bernd Wähner / BW
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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