Heimatverein bringt alte Maschinen zu Bauer Mendler

Stücke der Sammlung: Im Hintergrund eine Drill- und Sähmaschine, davor ein Holzpflug und links ein Rübenschneider.
  • Stücke der Sammlung: Im Hintergrund eine Drill- und Sähmaschine, davor ein Holzpflug und links ein Rübenschneider.
  • Foto: Schilp
  • hochgeladen von Susanne Schilp
Wo: Milchhof Mendler, Lettberger Str. 94, 12355 Berlin auf Karte anzeigen

Rund 30 historische landwirtschaftliche Geräte haben eine neue Bleibe gefunden: Die Sammlung des Heimatvereins Rudow ist nun auf dem Milchhof Mendler an der Lettberger Straße 94 zu besichtigen.

In einem Unterstand direkt neben der Zufahrt zum Hof stehen sie: die Zickzack-Egge, der Kartoffelhäufelpflug, die Jauchepumpe, der Spaten mit Fußhebel und viele andere frühere Helfer der Rudower Bauern. Bis vor kurzem hatten sie ihren angestammten Platz hinter der Alten Dorfschule, Alt-Rudow 60, wo auch der Heimatverein seinen Sitz hat. Doch weil dort ein neues Seniorenfreizeitzentrum entsteht, gab es keinen Platz mehr für die Freilichtausstellung.

„Vom Bezirksamt kam lediglich das Angebot, alles kostenlos auf den Schrott zu fahren“, sagt Jutta Kendzia, die zweite Vorsitzende des Vereins. Doch das wollten die Mitglieder auf keinen Fall, hatten sie doch die Geräte seit Vereinsgründung vor 31 Jahren sorgfältig zusammengetragen. „Viele Gemeinden im Umland hegen und pflegen diese alten Maschinen, das muss doch auch in Berlin möglich sein. Schließlich haben die Rudower damit gearbeitet, das ist ein Stück Geschichte“, so Kendzia.

Doch zum Glück reagierte Bauer Mendler positiv, als er angesprochen wurde und stellte ein Stück Land zur Verfügung. Nun hieß es, einen Unterstand aus Wellblechen zu bauen. Rund 2000 Euro hat das den kleinen Verein mit nur 70 Mitgliedern gekostet. Beim Transport der schweren Teile half das Bezirksamt dann doch, den Rest mussten die Mitglieder aber selbst organisieren.

Jetzt ist fast alles unter Dach und Fach, nur Kleinigkeiten sind noch zu erledigen: Nummernschilder ausbessern, Schönheitsarbeiten, auch eine kleine Dokumentation soll angelegt werden. Außerdem muss mindestens einmal in der Woche nach dem Rechten gesehen und saubergemacht werden, die Pflege der Geräte ist sicherzustellen.

Auch wenn der Umzug viel Mühe gekostet hat, jetzt ist Jutta Kendzia gar nicht unglücklich: „Hier kommen viele Leute vorbei, und die Ausstellung ist schöner als zuvor. Abends kann sie sogar beleuchtet werden.“

Dennoch: Der Verein ist für jede Unterstützung dankbar, um die kleine Sammlung landwirtschaftlicher Geräte zu erhalten. Wer helfen möchte, kann sich jederzeit beim Heimatverein unter 91 70 36 62 melden.

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