Das Licht geht erst mal nicht aus : Ledvance produziert bis 2020 / 80 Mitarbeiter müssen gehen

Wo: Osram Werk Berlin, Nonnendammallee 44, 13599 Berlin auf Karte anzeigen

Nach der frohen Kunde über die Rettung des Dynamowerks ist jetzt auch für das Ledvance-Werk (Osram) eine Lösung in Sicht. Einen Wermutstropfen gibt es aber. 

Über Monate hatten Beschäftigte und Betriebsrat diskutiert, Mahnwachen organisiert, verhandelt, eigene Wirtschaftskonzepte entwickelt und letztlich die Geschäftsführung davon überzeugt, den Standort von Ledvance in Siemensstadt doch nicht zu schließen. Die Berliner Lampenfabrik soll mit rund 120 Mitarbeitern erst mal weiterbestehen. Allerdings nur, wenn gleichzeitig etwa 80 Kollegen das Unternehmen verlassen. „Das ist bitter“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Andy Deininger. „Aber wir können auch zirka 120 Arbeitsplätze erhalten und unser Berliner Werk vor dem Ende retten.“ Dafür habe die Belegschaft alles gegeben.

Die 80 Kollegen, die das Unternehmen an der Nonnendammallee bis Jahresende verlassen sollen, können laut IG Metall entweder für ein Jahr in eine Transfergesellschaft wechseln oder eine Abfindung erhalten. „Ist dies fristgemäß passiert, gibt der Arbeitgeber den verbleibenden rund 120 Mitarbeitern die Zusicherung, bis 2020 am Standort Berlin weiter zu produzieren“, informiert Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin. Dazu gehöre auch die Einführung von zwei neuen Produkten, die auf auf LED basieren. „So soll das Werk gut für die Zukunft aufgestellt werden.“

Gemeinsame Demos mit Siemensianern

Nur wenige Monate nach der Übernahme durch einen chinesischen Investor hatte der Leuchtmittelhersteller Ledvance im November 2017 angekündigt, die zwei ehemaligen Osram-Werke in Berlin und Augsburg zu schließen. Um das Werk in Spandau zu halten, hatten Belegschaft, Vertrauensleute, Betriebsräte und IG Metall alle Räder in Gang gesetzt und unter anderem auch mit den Siemensianern aus dem Dynamowerk gegen Stellenabbau und Schließungspläne demonstriert. In Augsburg haben die rund 100 Beschäftigten dagegen erfolglos für den Erhalt ihres Werks gekämpft. Die Geschäftsführung lehnte dort den Plan zur Rettung ab.

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