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Zusage für Tegel-Schließung: Schneller Umzug nach Schönefeld

Wo: Flughafen Tegel, Flughafen Tegel, 13405 Berlin auf Karte anzeigen

Tegel. Der Flughafen Tegel soll definitiv im Jahr 2018 schließen. Diese Überzeugung äußerte der frisch gewählte Experte für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Daniel Buchholz.

Eine so deutliche Aussage zur Eröffnung des Großflughafens BER und der Beendigung des Flugverkehrs in Tegel gab es bisher noch nicht. „Wenn alles gut geht, wird BER im Frühjahr 2018 eröffnet“, sagte Buchholz, Siemensstädter SPD-Abgeordneter, am 12. Dezember auf einer Veranstaltung zur Nachnutzung Tegels in seinem Bürgerbüro am Quellweg 10. Damit sind aber auch die vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) bisher nicht dementierten Hoffnungen zunichte, der BER könnte noch 2017 eröffnen.

Nach dem Konsensbeschluss von 1996 mit einem durch höchste Gerichte bestätigten Planfeststellungsverfahren muss nach der Eröffnung vom BER Tegel spätestens ein halbes Jahr später schließen. Buchholz vermutet, dass Tegel früher schließt: „Der Umzug wird eher über Nacht gemacht.“ Die schnelle Umstellung sei für Fluggesellschaften und Technik besser zu bewältigen als eine halbjährige Umzugsphase. Schon beim letzten geplatzten BER-Eröffnungstermin 2012 sollte der Umzug in einer Nacht realisiert werden.

Tegel bräuchte bei Weiterbetrieb Genehmigungsverfahren

Buchholz ist sich sicher, dass die gerade wieder neu entfachte Debatte um eine Offenhaltung von Tegel die Berliner Flughafenpolitik nicht ändern werde. Das Bemühen der FDP um eine unbegrenzten weiteren Flugverkehr von Tegel aus und das aktuelle Eintreten der CDU für Tegel als Regierungsflughafen und Standort für Geschäftsflieger sei „Unsinn“. Buchholz: „Wenn von Tegel aus weiter geflogen werden soll, müsste der Flughafen komplett neu genehmigt werden, mit den neuesten Standards.“ Ein solches Verfahren würde viele Jahre dauern.

Auf der Veranstaltung hatte der Geschäftsführer der Tegel-Projekt GmbH, Philipp Bouteiller, zudem eine neue Information für die Reinickendorfer parat. Das Schumacher-Quartier, auf dem 5000 Wohnungen entstehen sollen, soll auch eine Schwimmhalle erhalten. CS

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