Handballer der SG laden zum 17. Wuselturnier ein
Es darf wieder gewuselt werden

Am 16. Februar werden erneut über 500 Mädchen und Jungen beim 17. Wuselturnier der SG Hermsdorf-Waidmannslust nicht nur beim Handballspiel ihre Kräfte miteinander messen.
  • Am 16. Februar werden erneut über 500 Mädchen und Jungen beim 17. Wuselturnier der SG Hermsdorf-Waidmannslust nicht nur beim Handballspiel ihre Kräfte miteinander messen.
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Am Sonnabend, 16. Februar, veranstaltet die SG Hermsdorf-Waidmannslust ihr 17. Wuselturnier für Handballkinder. Mehr als 500 Mädchen und Jungen aus Berlin und Brandenburg werden dann die Sporthalle der Romain-Rolland-Oberschule wieder mit ihrem Lachen erfüllen, wenn sie bei einem Minihandballturnier und in vielen Bewegungsspielen ihre Kräfte miteinander messen.

„Das wird wieder ein tolles Spektakel“, freut sich auch die Abteilungsleiterin der SG, Bettina Strohscheer-Mies. Doch diese von den Kindern so sehr geliebte Veranstaltung ist im Jahr des 20-jährigen Bestehens der SG nicht das einzige Highlight: Während der unlängst zu Ende gegangenen Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark hatte man zum Public Viewing aller deutschen Spiele eingeladen und parallel ein Handballtraining für jedermann angeboten. Mit ihren zurzeit knapp 300 Mitgliedern, darunter rund zwei Drittel Mädchen und Jungen, ist die SG gut aufgestellt. „Es können aber durchaus noch ein paar mehr sein“, erklärt Bettina Strohscheer-Mies diese Idee. Zum Schnuppertraining kamen dann auch ein paar Interessierte vorbei, überwiegend Jungen, insbesondere D- und C-Junioren, also Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren. „Bei den Jungs ist nach wie vor alles gut. Aber leider drückt uns der Schuh ein wenig bei den Mädchen, bei denen wir sogar einige Teams vom Spielbetrieb abmelden mussten. Bei ihnen scheint, besonders ab der C-Jugend aufwärts, das Handballspiel, vielleicht aber auch generell Mannschaftssportarten, nicht mehr up to date zu sein. Dieses Problem haben aber nicht nur wir bei der SG.“

Profitieren die Vereine
vom Millionengewinn der WM?

In jedem Fall hinterließ bei der WM nicht nur die sportliche Leistung der deutschen Mannschaft mit dem guten vierten Platz, sondern auch das Auftreten der Nationalspieler auf und abseits des Parketts einen bleibenden Eindruck. Davon könnten auch die Berliner Handballklubs profitieren. Zudem waren die Sporthallen durchweg ausverkauft. Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die WM im öffentlichen Fernsehen. Auch die SG weckte mit ihrem Public Viewing nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Medien großes Interesse: Ein Kamerateam vom rbb kam vorbei, das ZDF, RTL und ein Radiosender fragten an. „Ich hatte jeden Tag eine Anfrage auf dem Tisch. Das war anstrengend, aber auch toll“, erinnert sich Strohscheer-Mies. Bleibt die Frage, wie lange und ob überhaupt dieses große Interesse am Handball anhalten kann und wird? In jedem Fall soll es Geld geben: Wie Bob Hanning, Handball-Chef der Füchse und Vizepräsident beim Deutschen Handballbund mitteilte, habe man mit der Heim-WM einen Betrag in siebenstelliger Höhe erwirtschaftet, von dem zwei Drittel in die bundesweite Nachwuchsförderung fließen soll.

Viele tolle Projekte wie die Grundschulliga, Handball-AGs an Schulen, aber auch an Kitas sollen weiter gefördert werden.

Aber auch hier gibt es ein Problem, das Bettina Strohscheer-Mies abschließend skizziert: „Es scheitert leider allzu oft an der Manpower. Wir finden immer weniger qualifizierte und verlässliche Trainer, was natürlich auch mit dem Arbeitsalltag der Menschen zu tun hat. Wer kann schon um 17 Uhr in der Halle stehen? Und dieses Problem gibt es auch bei den AGs. Selbst Studenten haben heutzutage oft zu wenig Zeit, um wochentags für mehrere Stunden in die Schule oder die Kita zu gehen – von Berufstätigen ganz zu schweigen.“

Weitere Informationen gibt es unter www.sg-hermsdorf-waidmannslust.de.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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