Maja braucht jetzt viel Liebe
Unbekannter schießt auf Katze

Sibylle Trouvay ist auch Wochen nach der Tat entsetzt. Ihrer Maja geht es aber inzwischen besser.
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  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Maja ist auf einem Auge blind, aber sie lebt. Die Katze wurde in der Reihenhaussiedlung „Pichelsdorfer Seehäuser“ angeschossen. Ihre Besitzerin ist immer noch fassungslos.

Maja ist immer gern durch die Siedlung gestromert. Bis zu dem einen Sonntag im Oktober, gegen halb zwei am Nachmittag, es war noch hell draußen. „Da kam Maja ins Haus gerannt, völlig traumatisiert und kniff ein Auge zu“, erzählt Sibylle Trouvay. Dann sah sie das Blut unter dem Auge ihrer Katze. Also ging es zur Tierärztin, die röntgte das traumatische Tier und entdeckte ein Diabolo-Projektil im linken Auge. Maja wurde betäubt und das Geschoss mühsam entfernt. Es stammte aus einem Luftgewehr.

„Ich verstehe einfach nicht, was für ein Mensch auf ein unschuldiges Tier schießt.“ Sibylle Trouvay ist auch Wochen nach der Tat noch entsetzt. Trotz der Not-OP, den Medikamenten und wiederholten Tierarztbesuchen war Majas Auge nicht mehr zu retten. „Unsere arme Katze ist jetzt blind, und wir sind traurig“, sagen die Trouvays, die an der Bocksfeldstraße in der beschaulichen Siedlung „Pichelsdorfer Seehäuser“ wohnen.

Keine ähnlichen Fälle
in Spandau bekannt

Schockiert waren auch die Nachbarn. „Ich habe überall herumgefragt, ob jemand was gesehen hat oder ob ein anderes Tier angeschossen wurde.“ Aber nichts, keiner hatte was Auffälliges beobachtet oder eine Erklärung für die schreckliche Tat. „War es ein dummer Jungenstreich“, fragt sich Sibylle Trouvay. „Ein Versehen oder ein mutwilliger Schuss?“ Und wenn es mit voller Absicht war, welches Haustier ist dann vielleicht als nächstes dran? Oder wird ein spielendes Kind getroffen? Soweit will Sibylle Trouvay lieber nicht denken. Bei der Polizei hat sie Anzeige erstattet. Die ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. „Ähnliche Fälle waren der Polizei aus unserer Gegend aber nicht bekannt“, sagt die Spandauerin.

Der sieben Jahre alten Katze geht es inzwischen besser. „Sie läuft wieder herum, geht auch raus, ist aber ängstlich geworden“, hat Sibylle Trouvay beobachtet. Alle zwei Tage muss Maja noch Augentropfen nehmen. Und sie braucht viel Liebe. Die bekommt Maja auch von ihrem Zwillingskatzenbruder.

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