Viel Geld in Schulbau gesteckt: Sanierungsbedarf in Neukölln ist deutlich geringer als in anderen Bezirken

Neukölln. Nach einer Abfrage in den Bezirken muss Berlin schleunigst Schulen bauen und erhalten. Weil Neukölln seit Jahren viel Geld in die Erhaltung seiner Schulbauten gesteckt hat, ist der Sanierungsstau geringer als in vielen anderen Bezirken.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) veröffentlichte kürzlich eine Liste zu den geplanten Schulneubauten - innerhalb von sieben Jahren müssen 42 neue Schulen gebaut werden - und zum Sanierungsbedarf der Schulen. Erstmals gibt es eine wirkliche Vergleichbarkeit unter den Bezirken. An 30 Einrichtungen gibt es einen akuten Sanierungsbedarf von jeweils mehr als zehn Millionen Euro. Keine Neuköllner Schule ist darunter.

In Neukölln ist der dringende Sanierungsstau sogar sieben Mal geringer als in Steglitz-Zehlendorf. Das ist vor allem der Schwerpunktsetzung in den vergangenen Jahren zu verdanken: „Neukölln hat rund 80 Prozent seiner baulichen Investitionen in die Schulgebäude gesteckt. Darüber hinaus haben wir überproportional viele Fördergelder beispielsweise der EU und des Bundes akquiriert“, erklärt Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer (SPD). Diese Linie will der Bezirk fortsetzen.

„An mehr als der Hälfte der Neuköllner Schulen werden wir in diesem Jahr Maßnahmen vornehmen“, kündigt er an. Für 2017 wendet der Bezirk dafür 55 Millionen Euro auf. Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 250 Millionen Euro in Schulen und Sportanlagen investiert werden. Die größten Projekte sind der Schulerweiterungsbau und das Stadtteilzentrum auf dem Campus Rütli (33,33 Millionen Euro), der Neubau des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums in Buckow (30,25 Millionen Euro) und der Neubau der Clay-Schule mit Doppelsporthalle und Gedenkort Zwangsarbeit in Rudow (54 Millionen Euro).

„Laut letzter Prognosen werden die Schülerzahlen auch im Grundschulbereich steigen“, so Rämer. Das Bezirksamt denkt über weitere Ergänzungsbauten und Lückenschließungen nach, etwa an der Sonnen-Schule, auf dem Campus Rütli und an der Regenbogen-Schule. Neubauten werden voraussichtlich am Koppelweg in Britz und an der Oderstraße entstehen. SB
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