Immer wieder samstags kommt der Wochenmarkt

Die Initiatorin und Anwohnerin Theresa Dühn gab die Marktleitung für „Die dicke Linda“ am Kranoldplatz jetzt an Nikolaus Fink ab. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Kranoldplatz |

Neukölln. Nach zwei Jahren und insgesamt 17 Marktterminen wird der Landmarkt „Die dicke Linda“ am Kranoldplatz nun ein echter Wochenmarkt. Etwa 30 Händler bieten hier sonnabends von 10 bis 16 Uhr frische, auch biologisch erzeugte Waren aus dem Kiez und der Region an.

Bis zum Jahr 2004 gab es auf dem Kranoldplatz noch einen Wochenmarkt. Mit dem großen Marktsterben verschwand er. Der Platz, inmitten einer ruhigen Wohngegend gelegen, wirkte seither verschlafen. Das änderte sich 2014, als die Anwohnerin Theresa Dühn dort einen Landmarkt initiierte. Den Namen „Die Dicke Linda“ leitete sie von der Kartoffelsorte Linda ab. Er versinnbildlicht ihr Konzept: Eine gute Mischung von frischen Produkten aus dem Kiez und der Region – und ein Treffpunkt für die Nachbarn. Nach drei Testläufen und einer Befragung von Besuchern lief der Markt seit Ostern 2015 bis zum Herbst an zwei Sonnabenden im Monat. Der Erfolg gab ihr Recht, 400 Besucher kamen durchschnittlich.

„Die Kunden haben den Markt gut angenommen und die Händler glauben an ihn. Für mich wurde es nun Zeit, das Kind in professionelle Hände zu legen“, erzählte die 33-jährige Mitarbeiterin einer Bio-Molkerei bei der Eröffnung der neuen Marktsaison am 2. April. Gelegt hat sie ihr Kind, das sie in ehrenamtlicher Arbeit aufzog, in die Hände von Nikolaus Fink, der bereits sieben Wochenmärkte in Neukölln betreibt. Der Chef des Unternehmens „diemarktplaner“ verkündete gleich: „Ab sofort findet dieser Markt nun wöchentlich statt.“ Das Angebot sei zudem ausgebaut worden auf jetzt 30 Händler. „Weitere könnten hinzukommen, unter anderem suchen wir noch einen guten Bio-Bäcker“, so Fink.

Die Mehrzahl der Händler war schon zuvor dabei. Neben frischem Obst und Gemüse, Backwaren, Marmeladen, Wurst, Wein, Blumen und Pasten kommen einige neue dazu. Bald wird es dort auch Käse, Fisch und Spreewald-Spezialitäten geben. Zudem ist die Vielfalt der Speisen, die an Tischen und Bänken verzehrt werden können, angewachsen. „Die dicke Linda ist ein Markt und auch ein wertvoller Ort für die Menschen im Kiez geworden“, findet Nikolaus Fink. „Was Theresa Dühn begonnen hat, werden wir fortführen und nach den hiesigen Bedürfnissen weiterentwickeln.“ SB

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