Baubeginn für Aufstockung verschoben
Mieter an der Seefelder Straße hoffen auf Klärung offener Fragen

Dieser im Jahr 1982 fertiggestellte Wohnblock an der Seefelder Straße soll um zwei Etagen aufgestockt werden.
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  • Dieser im Jahr 1982 fertiggestellte Wohnblock an der Seefelder Straße soll um zwei Etagen aufgestockt werden.
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In einem Pilotprojekt plant die Wohnungsbaugesellschaft Howoge eine Aufstockung auf dem Wohnblock an der Seefelder Straße 34-46. Der Baubeginn wurde allerdings um einige Wochen verschoben.

Weil sie sich nur unzureichend informiert fühlten und manche ihrer Fragen nicht beantwortet werden konnten, schlossen sich die Mieter des Blocks zu einer Initiative zusammen (wir berichteten). Unterstützt vom Kiezbeirat Lebensnetz, der Volkssolidarität und mehreren Linken-Politikern fordern sie, rechtzeitiger und besser über das Vorhaben informiert zu werden. Weiterhin setzten sie sich für eine Verschiebung des Baubeginns und die Klärung noch offener Fragen ein. Dabei geht es unter anderem um Sicherheit und Gesundheitsschutz für die Mieter sowie die Parkplatzsituation am Wohnblock.

Das Engagement der Mieterinitiative und ihrer Unterstützer führte zur Verschiebung des Baubeginns. Denn als dringendstes Problem erwies sich die Absicht der Howoge, zum 1. Dezember 2020 mit bauvorbereitenden Maßnahmen zu beginnen, ohne konkret über den Ablauf der Arbeiten informieren zu können. Direkt vor dem Wohnblock werden nämlich Container aufgestellt, in denen die Mieter ihre Kellerinhalte unterbringen sollen. Und das Ausräumen der Keller sollte in der beginnenden Winterzeit und in der Zeit des Lockdowns erfolgen, was eine unzumutbare Belastungen wäre, meint die Mieterinitiative. Ein großer Teil der Mieter ist im Seniorenalter oder krankheitsbedingt gehandicapt.

Wege des Lockdowns und auch wegen der Jahreszeit ist der Baubeginn von der Howoge inzwischen verschoben worden. So sollen die Mieter auch ausreichend Zeit bekommen, um Keller auszuräumen. Arbeiten dort sind für eine Fundamentverstärkung nötig, die wegen der Dachaufstockung erforderlich ist. Außerdem wird damit Zeit gewonnen, um noch offene Fragen gemeinsam zu klären.

„Wir stehen kurz vor der finalen Auftragsvergabe an ein Bauunternehmen und werden die Mieter danach unverzüglich über den detaillierten Bauablaufplan informieren sowie konkrete Ansprechpartner benennen“, informierte Howoge-Pressesprecherin Sabine Pentrop inzwischen. „Während der Bauarbeiten wird ein Mieterbüro vor Ort eingerichtet. Darüber hinaus stehen wir mit unseren Kundenbetreuerinnen, unseren Hausmeistern und Kiezhelfern den Mietern zur Seite und planen mit den ausführenden Firmen einen Bauablauf, der die Belastungen möglichst gering und die Bauzeiten so kurz wie möglich hält.“

Die Aufstockung in der Seefelder Straße wird in modularer Bauweise vorgenommen. Dadurch erfolgt die Montage des Dachaufbaus vergleichsweise schnell. Für die Baumaßnahmen wird es ein Hygienekonzept geben, das den besonderen Bedingungen der Pandemie Rechnung trägt, erklärt Sabine Pentrop. Die Mieterinitiative hofft nun, dass sie den Dialog mit der Howoge intensivieren kann und alle noch offenen Fragen geklärt werden können.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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