Das alte Gutshaus geht an Neues Berlin
Genossenschaft kauft Bürgerschloss und plant weitere Sanierung

Die Vorstände der Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin, Stefan-Krause und Thomas-Fleck, im Gebäude an der Hauptstraße 44. Die Genossenschaft will das Bürgerschloss sanieren und ihm gemeinsam mit dem Förderverein wieder mehr Leben einhauchen.
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  • Die Vorstände der Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin, Stefan-Krause und Thomas-Fleck, im Gebäude an der Hauptstraße 44. Die Genossenschaft will das Bürgerschloss sanieren und ihm gemeinsam mit dem Förderverein wieder mehr Leben einhauchen.
  • Foto: Neues Berlin
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Um das Bürgerschloss an der Hauptstraße 44 zukunftsfähig zu machen, begab sich der Förderverein Schloss Hohenschönhausen vor einem Jahr auf die Suche nach einer strategischen Partnerschaft.

Die Entscheidung war dem Verein keinesfalls leicht gefallen. Aber es gab vielschichtige Gründe. So fehlen die finanziellen Mittel und auch die Manpower, um die Sanierung fortzusetzen und zum Abschluss zu bringen. Gespräche mit dem Bezirksamt und mit der Lotto-Stiftung zur Übernahme des ehemaligen Guthauses führten nicht zum Erfolg.

Unter dem Motto „Altes Haus trifft Neues Berlin“ kann der Förderverein nun gemeinsam mit der Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin vermelden, dass beide eine strategische Partnerschaft eingehen. Die Genossenschaft hat das Gebäude von 1692 samt Grundstück vom Verein erworben. Damit übernimmt Neues Berlin langfristig die Verantwortung für die gemeinwohlorientierte Nutzung sowie die denkmalgerechte Sanierung und Restaurierung. Der Förderverein, der 1998 gegründet wurde, um das ehemalige Gutshaus wieder begehbar und seine Geschichte erlebbar zu machen, bleibt strategischer Partner für die Restaurierung, geschichtliche Aufarbeitung und die programmlichen Angebote.

2019 wurde das ehemalige Gutshaus als Kulturgut von nationaler Bedeutung anerkannt. Regelmäßige Veranstaltungen haben den offenen Charakter des Hauses angedeutet, bevor es im Frühjahr 2020 aufgrund der Pandemie geschlossen werden musste. Das 2016 eingeweihte Daimon-Museum, das dem Erfindergeist des einstigen Besitzers Paul Schmidt gewidmet ist, zeigt, wie aus der Geschichte heraus attraktive Angebote entwickelt werden können.

Ziel der Genossenschaft ist es, das Haus dauerhaft und gemeinwohlorientiert zu öffnen und zu betreiben. Eine Bebauung des Parks ist nicht vorgesehen. Er soll als Erholungs- und Begegnungsraum geöffnet und der alte Baumbestand nach Möglichkeit erhalten werden. In Zukunft soll das Gebäude, das seit 2008 auch als Bürgerschloss bezeichnet wird, für öffentliche und private Veranstaltungen, für Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und anderes mehr zu nutzen sein. Neues Berlin wird in Zusammenarbeit mit lokalen und überregionalen Partnern Ideen und Programm-Schwerpunkte erarbeiten. Der Förderverein, dessen Angebote integraler Bestandteil sein werden, plant bereits, 2023 sein 25-jähriges Bestehen im Schloss zu feiern.

„Die Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin ist in Hohenschönhausen traditionell gut verankert und wird mit einem vielseitigen Nutzungskonzept einen deutlichen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger schaffen. Wir freuen uns, dass der Förderverein seine Arbeit im und für das Haus auf der Grundlage eines langfristigen Nutzungsvertrags weiter fortsetzen kann“, sagt der Vereinsvorsitzende Rüdiger Schwarz. „Die Hauptstraße 44 hat das Potenzial, zum neuen Treffpunkt und kulturellen Anziehungspunkt in Alt-Hohenschönhausen zu werden“, erklärt Stefan Krause, Vorstand der Genossenschaft. „Wir sind davon überzeugt, dass das Haus mit seiner bewegten Geschichte und mit neuen inhaltlichen Highlights über die Grenzen von Lichtenberg hinaus Attraktivität entfalten wird. Für uns als Wohnungsbaugenossenschaft steht das Miteinander im Fokus, weshalb wir nicht nur Wohnraum zur Verfügung stellen, sondern uns seit Jahren aktiv für ein lebendiges und lebenswertes Wohnumfeld engagieren.”

Weitere Informationen auf www.schlosshsh.de

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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