Noch mehr Staus
Verband Deutscher Grundstücksnutzer will mehr Tempo beim Bau der TVO

Die Staus in der Köpenicker Straße haben zugenommen. Jetzt müssen auch in Richtung Süden die Autofahrer öfter anhalten.
  • Die Staus in der Köpenicker Straße haben zugenommen. Jetzt müssen auch in Richtung Süden die Autofahrer öfter anhalten.
  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter

Seit Sperrung einer Rechtsabbiegespur von der Rudolf-Rühl-Allee in die Straße An der Wuhlheide in Köpenick gibt es noch mehr Staus in der Köpenicker Straße auch Richtung Süden.

Das ist Anlass für den Verband Deutscher Grundstücknutzer (VDGN), auf mehr Tempo bei den Planungen für die TVO zu drängen. Der VDGN hatte deshalb zu Protestaktionen aufgerufen. Demonstranten sperrten am 17. Mai die Köpenicker Straße auf Höhe der Einmündung Heesestraße. Die neuen Staus werfen auch Fragen nach den Fortschritten bei den Planungen für die TVO auf. Hierzu gibt es einen Beirat bei der Senatsverkehrsverwaltung, der auch der VDGN angehört. „Die letzte Sitzung war im Oktober und seitdem haben wir nichts mehr gehört“, erklärt VDGN-Vizepräsident Peter Ohm.

Der Senat plant, die Lücke der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) durch eine Schnellstraße zwischen An der Wuhlheide und dem Anschluss zur B 189 an der Märkischen Allee in Biesdorf zu schließen. Dadurch soll die Köpenicker Straße entlastet werden. Die Entscheidung über die Vorzugsvariante wurde getroffen. Diese sieht vor, die TVO im Süden östlich und im Norden westlich der Bahnstrecke zu führen. Im Oktober ordnete die Verkehrslenkung Berlin eine wichtige Änderung an der Einmündung der Rudolf-Rühle-Allee in die Straße An der Wuhlheide an. Die Abbiegespuren wurden aufgeteilt. Nur noch eine geht in die Innenstadt, die zweite führt links in Richtung Köpenick. „Dadurch gibt es nicht mehr nur große Staus in Richtung Stadtgrenze, sondern auch in Richtung Innenstadt“, erläutert Ohm. Die Verkehrsverwaltung solle die zweite Spur in Richtung Innenstadt schleunigst wieder freigeben.

"Ein mehrspuriges Abbiegen ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, erklärt auf Anfrage ein Pressesprecher der Senatsverwaltung. Sonst seien Fußgänger und Radfahrer gefährdet. Zusätzlich würde die Gefahr von Auffahrunfällen beim Einfädeln steigen, wenn das Linksabbiegen über eine Ampel geregelt werden müsste. Die Planungen zur TVO seien im Januar nach europaweiter Ausschreibung vergeben worden. Allerdings seien die Abstimmungen mit der Deutschen Bahn zu erforderlichen Brücken noch nicht abgeschlossen. Momentan sei es denkbar, das formale Planfeststellungsverfahren frühestens Ende 2019 oder Anfang 2020 einzuleiten. Die nächste Sitzung des Planungsbeirats werde voraussichtlich im Sommer stattfinden.

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