Bucher Bildhauerprojekt mit Geflüchteten geht in die zweite Runde

Aus den Sandsteinen, die im vergangenen Jahr erstmals bearbeitet wurden, werden von den jungen Teilnehmern nun Details herausgearbeitet.
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  • Aus den Sandsteinen, die im vergangenen Jahr erstmals bearbeitet wurden, werden von den jungen Teilnehmern nun Details herausgearbeitet.
  • Foto: Rudolf J. Kaltenbach
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Buch. Der renommierte Bildhauer Rudolf J. Kaltenbach setzt in diesem Jahr sein Projekt mit Flüchtlingen aus dem Bucher AWO-Refugium fort.

Im vergangenen Jahr arbeitete der Künstler mit Flüchtlingen an fünf großen Sandsteinen. Aus diesen meißelten sie unter anderem Tiere, Flugzeuge und Eisenbahnen als Relief. Mehrere Wochen bearbeiteten täglich etwa 20 Geflüchtete die Steinblöcke. Sie verliehen dabei ihren Wünschen, Sorgen und Hoffnungen Ausdruck. In diesem Jahr werden nun weitere Details herausgearbeitet.

Das Thema des Projekts im vergangenen Jahr lautete „Ich, als Teil des Ganzen“. In diesem Jahr wird mit dem Thema „Ich, als Teil des Ganzen, der Weg von innen nach außen“ weiter gearbeitet. „Der Weg geht nun nach außen und betrifft die Außenwelt und die Öffnung dorthin“, erklärt Kaltenbach. Mit der Arbeit an den Steinen möchte der Künstler die Teilnehmer anregen, sich dem Neuen zu öffnen.

Die künstlerische Arbeit, so hofft Kaltenbach, würde den Teilnehmern helfen, mit dem Erlebten besser umzugehen und Erfahrungen auf spielerische und intensive Weise zu verarbeiten. „Das gibt Mut und Selbstvertrauen, sich auf das Zukünftige einzulassen. Wie beim Gehen sind mehrere Schritte notwendig, um eine Distanz zu überwinden.“

In Ruhe mehrere Schritte zu gehen ist auch bei der Bildhauerei notwendig. Die Arbeit am Stein geht nicht mit Eile. Es brauche Zeit zum Einarbeiten und Verstehen, sagt Kaltenbach.

Im zweiten Teil des Bildhauerprojektes, das von der Wohnungsbaugesellschaft Howoge gefördert wird, arbeiten Menschen aus 25 Nationen, unter anderem auch viele Kinder mit. Sie haben unterschiedliche Religionen und Anschauungen. Durch die gemeinsame Arbeit an den Sandsteinen im AWO-Refugium werde das Verständnis füreinander und die Toleranz untereinander gefördert, verspricht sich Kaltenbach. BW

Weitere Informationen auf http://asurl.de/130y.

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