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  • 7. Mai 2017, 00:00 Uhr
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Uraufführung zwischen Antike und Moderne: „Hagar, die Fremde“ in der Lutherkirche

14. Mai 2017 um 16:00
Lutherkirche, 13585, Berlin
Sara (Christiane Büchner) fordert von Abraham (Max Mozen) die Trennung von Hagar.
Sara (Christiane Büchner) fordert von Abraham (Max Mozen) die Trennung von Hagar. (Foto: Christian Schindler)

Spandau. Pünktlich zum Kirchentag wartet die Lutherkirche mit der Uraufführung des Pop-Musicals „Hagar, die Fremde“ auf.

Im Mittelpunkt der Inszenierung steht die biblische Geschichte der Magd Hagar. In der Heiligen Schrift ist sie die Sklavin von Abraham und Sara, die keine Kinder bekommen kann. Deswegen soll Abraham mit Hagar ein Kind zeugen. Doch dann bekommt auch Sara ein Kind, und Hagar wird samt Sohn verstoßen.

Für das Musical „Hagar die Fremde“ hat Elisabetta Abbondanza einen modernen Text geschrieben und Andreas Willscher die Musik, die mit Orgel, Saxophon, Gitarre und Schlagzeug eingängig daherkommt. In der Regie von Vera Hüller und Claudia Maria Franck und unter der musikalischen Leitung von Erika Engelhardt tritt der Lutherchor in Kostümen auf, die an das Leben in der Wüste erinnern.

Die Handlung wiederum springt zwischen Gegenwart und biblischer Zeit. Hagar ist hier eine Haushaltshilfe ohne Beruf, die versucht, Deutsch zu lernen. Die Wüste, in die Hagar verstoßen wird, steht auch für die Unwirtlichkeit einer modernen Stadt, in der der Hungertod drohen kann.

„Hagar, die Fremde“ wird am Sonntag, 14. Mai, um 16 Uhr in der Lutherkirche am Lutherplatz 3 uraufgeführt. Weitere Vorstellungen gibt es direkt zum 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag am 25., 26. und 27. Mai jeweils um 11 Uhr. Der Eintritt ist immer frei. Kostenlos sind auch die anderen Konzerte des Forums Orgelmusik in der Lutherkirche, mit denen die Gemeinde zum Kirchentag die Orgel als zeitgemäßes Musikinstrument präsentiert. CS

Alle Veranstaltungen des Orgelforums gibt es unter www.luthergemeinde-spandau.de.
Autor: Christian Schindler
aus Reinickendorf
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