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Langer Nachtmarsch nach der Busfahrt: ÖPNV mangelhaft

Bus, Tram oder U-Bahn? Auf eine bessere Anbindung der Großsiedlung an den ÖPNV drängen die Spandauer seit Langem. Jetzt hat der Bundestagsabgeordnete Kai Wegner (CDU) die Verkehrssenatorin erneut aufgefordert, endlich aktiv zu werden.

Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) soll den Nahverkehr im Falkenhagener Feld optimieren und über den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) auch das Angebot ins brandenburgische Umland verbessern.

Denn: "Besonders in den Nachtstunden, wenn die Buslinien 137 und 337 ihren Betrieb einstellen, bleibt als Alternative zum eigenen Auto oder Taxi nur der M37“, moniert Wegner. Das bedeute aber, dass die Fahrgäste nach der Busfahrt oft noch weite Strecken zu Fuß zurücklegen müssten. Solche langen Nachtmärsche durch spärlich beleuchtete Gegenden seien aber gerade Älteren nicht zuzumuten. 

Das Umland besser anbinden

Nicht nachvollziehbar ist für Wegner außerdem, warum der Bus 137 ab Mitternacht den Betrieb einstellt. Stattdessen sollte er künftig auch nachts fahren und über die Gartenstadt Falkenhöh bis zum Bahnhof Falkensee verlängert werden. „Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn neben dem nächtlichen ÖPNV-Anschluss ist auch eine Ausweitung der Stadt-Umland-Verbindungen dringend geboten.“ Das müsse Verkehrssenatorin Günther jetzt auf den Weg bringen.

Beim öffentlichen Nahverkehr sehen auch SPD, Grüne und FDP eine Menge Handlungsbedarf. Vor allem, seitdem die Senatorin im Vorjahr bei einem Termin in Spandau einer U-Bahnverlängerung ins Falkenhagener Feld eine klare Absage erteilt hatte. Eine Tram schloss Günther damals ebenfalls aus. Auf eine bessere Verkehrsanbindung warten auch der Spandauer Süden, die Heerstraße Nord und Hakenfelde.

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