Das Leben der Anderen: Neue Labyrinth-Ausstellung „Kultummel“

Mal anders aussehen: Elise (links) und Gülcan in der "Alle da"-Verwandlungsstation des Labyrinth-Kindermuseums. | Foto: Dirk Jericho
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Gesundbrunnen. Im Labyrinth-Kindermuseum in der einstigen Zündholzmaschinenfabrik in der Osloer Straße 12 geht es in der mittlerweile 24. Mitmachausstellung mit dem Titel „Kultummel“ um das Thema Vielfalt.

Andere Länder, andere Kulturen, anderes Aussehen, andere Sprachen, anderes Essen... Im Entdeckerparadies des Labyrinth-Kindermuseums für Drei- bis Elfjährige ging es schon oft um die bunte Welt, auf der wir alle leben. Mit der neuen Ausstellung versuchen die Labyrinth-Macher, die Kinder mit dem unendlich breiten Thema Vielfalt zu begeistern. „Wir wollen nicht nur kulturelle und menschliche Vielfalt zeigen, sondern den allgemeinen Blick auf die Welt und uns selbst schärfen“, sagt Labyrinth-Chefin Ursula Pischel. Vielfalt sei „eine unendliche Zahl von kreativen Möglichkeiten, Lösungen, Wegen, Fragen und Antworten – und ein wichtiges Werkzeug für junge Menschen und ihre Zukunft.“

Auf Holzpodesten in Form der Kontinente haben die Ausstellungsdesigner eine Entdeckerwelt geschaffen, in der die Kleinen viel Vielfalt finden: Von der Verkleidungsstation mit Klamotten aus aller Herren Länder über ein Spiegelzimmer, in dem man sich beobachten, Perücken aufsetzen oder die Nasen mit seinem Kumpel vergleichen kann, bis zur Kultummel-Küche mit internationaler Topfkunde geht es heiter zur Sache. „Lernvielspaß“ nennen die Labyrinth-Macher das Mitmachuniversum. Insgesamt gibt es 13 spannende Entdeckerstationen mit für das Labyrinth typischen kreativen Spielideen rund um die bunte Welt. Ein Feuerwerk an Eindrücken für die Besucher, die sich dort quasi in den Kulturen tummeln sollen. Daher der Name „Kultummel für die neue Erlebnisausstellung, die ein Jahr bleibt. Begleitend zur Ausstellung gibt es wieder zahlreiche Projekte und Workshops für Kitas, Schulklassen und Pädagogen rund um das Megathema.

In die Ausstellung sind Ergebnisse des Projektes „Vielfalt-Forscher“ eingeflossen, das das Kindermuseum auch mit Kindern aus Willkommensklassen und aus Flüchtlingsheimen gemacht hat. In den Sommerferien geht es um das Thema Glück. „Glücklich um die Welt in 42 Tagen“ heißt das Ferienprogramm, bei dem der Hof der Fabrik Osloer Straße zum Glücksgarten wird.

Hauptsponsor von „1, 2, 3, Kultummel“ ist die Lotto-Stiftung Berlin. Die Schirmherrschaft übernimmt das Deutsche Kinderhilfswerk. Die Schauspielerin Ulrike Folkerts ist seit 2014 Museumspatin. Zur Eröffnungs-Pressekonferenz ließ sich die Ludwigshafener Tatort-Kommissarin wegen Dreharbeiten entschuldigen.

Die interaktive Ausstellung hat 180 000 Euro gekostet. Mit den laufenden Personal- und Projektkosten bezifferte Ursula Pischel das Gesamtbudget auf rund 400 000 Euro. Das vor 20 Jahren gegründete Kindermuseum Labyrinth erhält 16 Prozent öffentliche Förderung und muss 84 Prozent durch Spenden, Sponsoren und Eintrittsgelder einnehmen. Zu den Unterstützern gehören etliche kleine und große Firmen wie Ritter Sport, Hochtief, Zapf Umzüge oder die Firma Ampelmann.

Das Labyrinth-Kindermuseum hat mit Start der Kultummel-Ausstellung am 6. Mai auch die Eintrittspreise erhöht. Kinder und Erwachsene zahlen jetzt mit 6,50 Euro einen Euro mehr als bisher. Die Familienkarte kostet 19 Euro. Das Labyrinth ist Freitag von 13 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. DJ

Detaillierte Informationen zur neuen Ausstellung unter www.labyrinth-kindermuseum.de
Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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