Die perfekte Mischung
Neu formierter BSC kommt gut aus den Startlöchern

Der Berliner SC (schwarz) und Aufsteiger Türkiyemspor teilten sich mit einem 0:0 die Punkte.
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  • hochgeladen von Michael Nittel

Der Berliner SC kam am siebten Spieltag der Berlin-Liga nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Türkiyemspor hinaus. Dennoch kann man dem neu formierten Team um seinen neuen Trainer Fabian Gerdts einen guten Saisonstart attestieren.

Das Duell mit den Gästen aus Kreuzberg auf dem Hubertussportplatz am 23. September war in erster Linie das Duell alter Bekannter: Wolfgang Sandhowe, aktueller Coach bei Türkiyemspor, kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück: Zwei Jahre lang hatte er den BSC trainiert – das Team in Berlins höchster Spielklasse auf die Plätze neun und drei sowie in das Finale um den Berliner Fußballpokal 2018 geführt. Im Sommer dann aber – völlig überraschend – die Trennung, die alles andere als geräuschlos verlief: Sandhowe sei zurückgetreten, hieß es von BSC-Seite – der Klub habe ihn entlassen, verkündete hingegen der 64-Jährige. Es ging wohl ums liebe Geld und um Kompetenzen. Sandhowes Nachfolger: sein ehemaliger Co-Trainer, der 36 Jahre jüngere Fabian Gerdts.

Da es mit einem geringeren Budget in die neue Spielzeit ging, kam es auch im Kader zu zahlreichen Veränderungen: Leistungsträger wie Torwart Mateusz Mika, Torjäger Ricky Djan-Okai, Defensivspieler Deniz Yesiltepe – oftmals der Turm in der Schlacht – sowie die Antreiber Emre Demir und Salvatore Rogoli – um nur einige zu nennen – verließen den Klub. Und doch ist der BSC mit vier Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage richtig gut aus den Startlöchern gekommen und belegt nach dem siebten Spieltag immerhin Platz drei.

Fabian Gerdts scheint dabei die richtige Mischung aus guten und erfahrenen Kickern auf der einen sowie jugendlicher Dynamik und Unbeschwertheit auf der anderen Seite gefunden zu haben: Torwart Stefan Maus, Abwehrspieler Louis Arnst sowie die Antreiber Sascha Jahnke und Stephan Kwasi Boachie, der gegen Türkiyemspor allerdings gesperrt war, sind die Leitwölfe, die das Team führen sollen. Im Angriff hat man mit Omid Saberdest und Kiyan Soltanpour zudem Kicker, die schon höherklassig gespielt haben und wissen, wo das gegnerische Tor steht. Und darum herum gibt es viele junge Spieler, die von Coach Gerdts ihre Einsatzzeit bekommen: Gegen Türkiyemspor standen mit Kota Murakami (19 Jahre), Emre-Eyüp Önal (21), Max-Fabian Woelcker (19) und Damijan Silic (19) erneut eine Hand voll junger Wilder auf dem Platz, die ihre Sache schon richtig gut machen. Und weitere junge Spieler wie Radovan Stojanovic oder Leon Cheung stehen hinten dran und scharren schon mit den Hufen. Und da die Nachwuchsarbeit beim Berliner SC groß geschrieben wird, ist auch in den nächsten Spielzeiten damit zu rechnen, dass immer wieder junge Spieler hochkommen werden.

In jedem Fall darf man gespannt sein, wie die Entwicklung in diesem Team um den jungen Coach weitergehen wird. Eine Platzierung im ersten Drittel der Tabelle scheint, nach diesem Saisonstart, durchaus im Bereich des Möglichen.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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