Immer einsatzbereit
Die FFW Hellersdorf hatte 2018 bundesweit die meisten Einsätze

Die Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf hatte 2018 mit großem Abstand die meisten Einsätze in der Bundesrepublik.
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Die Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf hatte im vergangenen Jahr bundesweit die meisten Einsätze. Das spricht für die Einsatzbereitschaft der Kameraden. Die hohe Zahl hängt aber auch mit der Lage der Wache in der Großsiedlung zusammen.

Die Kameraden der FFW Hellersdorf mussten 2018 insgesamt 1466 Mal ausrücken. Rund 480 Einsätze weniger hatte die Feuerwehr Unterschleißheim nördlich von München auf Platz zwei der Liste des Feuerwehrmagazins. Die Zeitschrift veröffentlichte die Ergebnisse einer bundesweiten Befragung zu den Einsätzen von Freiwilligen Feuerwehren im vergangenen Jahr.

An der Befragung nahmen nicht alle Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland teil und deren Ergebnisse sind nicht repräsentativ. Beispielsweise zählen Feuerwehren die sogenannten First Responder Einsätze zur schnellen Hilfe bei Verletzten mit, andere nicht. Dennoch berechtigen sie zu dem Schluss, dass die Einsatzzahlen sich im vergangenen Jahr flächendeckend erhöht haben.

Abstand seit Jahren auf gleich hohem Niveau

Dafür spricht auch, dass die Hellersdorfer FFW in den Jahren vor 2018 "nur" auf 1200 bis 1300 Einsätze kam. Der Abstand zu den anderen Wehren ist dabei ungefähr gleich geblieben. Das ist umso bemerkenswerter, als die Hellersdorfer Wehr mit 41 einsatzfähigen Kameraden vergleichsweise wenige Einsatzkräfte zur Verfügung hat. Allerdings gehört die FFW zu den sogenannten B-Wehren. Das heißt, sie hat mit vier Minuten eine den Berufsfeuerwehren vergleichbare Alarmierungszeit. Wer schneller alarmiert werden kann, der kommt auch öfter zum Einsatz.

Die Kameraden der Hellersdorfer Wehr wohnen in der Regel sehr nahe an der Wache. Einige haben sogar ihre Wohnung in Feuerwehrwohnungen direkt nebenan. „Dadurch kommen die Einsatzkräfte auch schnell in die Fahrzeuge“, erläutert Wehrleiter Robert Viehöfer.

Der Wehrleiter kann sich aber auch auf seine Leute zu 100 Prozent verlassen. „Die Kameraden sind hoch motiviert und immer fit“, erklärt er. Von Überlastung und Verschleißerscheinungen sei nichts zu bemerken. Alle drei Jahre müsse jeder einen grundlegenden Gesundheitscheck durchlaufen.
Die hohe Zahl der Einsätze ist auch der Lage der Wache geschuldet. „Wir liegen in einem Plattengebiet mit hoher Bewohnerdichte. Da passiert einfach mehr als in einer Kleinstadt“, sagt Viehoefer. In Hellersdorf habe es zudem in den zurückliegenden Jahren vergleichsweise viele Brandeinsätze gegeben, auch verursacht durch Serienbrandstifter.

Die meisten Einsätze bei Verkehrsunfällen

382 Mal rückte die FFW Hellersdorf im vergangenen Jahr wegen einer Brandmeldung aus, rund 482 Mal zu sogenannten Notfalleinsätzen. Bei allen anderen Einsätzen leisteten die Kameraden technische Hilfe, etwa bei Verkehrsunfällen.
Dass die FFW so häufig zu Erste-Hilfe Einsatzen gerufen wird, liegt daran, dass häufig kein Krankenwagen zur Verfügung steht. Auch hier gibt es einen Trend. „Der Krankenwagen wird immer öfter aus lapidaren Anlässen alarmiert, etwa wenn sich jemand nur in den Finger geschnitten hat“, sagt Viehöfer.

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