„Runter vom Sofa – Sportabzeichen machen“
Eine individuelle Herausforderung

Der 83-jährige Klaus Schäfer, hier beim Medizinball-Weitwurf, macht regelmäßig das Sportabzeichen – zuletzt Ende Juni.
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  • Foto: Michael Nittel
  • hochgeladen von Michael Nittel

An jedem letzten Dienstag im Monat können Interessierte im Stadion Finsterwalder Straße das Deutsche Sportabzeichen absolvieren oder mit Gleichgesinnten dafür trainieren.

Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung für bestimmte sportliche Leistungen, die vom Deutschen Olympischen Sportbund verliehen wird. Die Grundvoraussetzung zu dessen Erlangung ist, dass man schwimmen kann. Darüber hinaus müssen je nach Alter und Geschlecht unterschiedliche Leistungen in den Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination erbracht werden. Aus jeder dieser Kategorien muss eine Disziplin ausgewählt und die Norm erfüllt werden. Bei der Ausdauer und der Schnelligkeit kann man unter verschiedenen Lauf-, Walking-, Schwimm- und Radfahrstrecken auswählen. Seine Kraft stellt man beim Kugel- oder Steinstoßen, Medizinball-Weitwurf oder Standweitsprung unter Beweis. Und die Kategorie Koordination beinhaltet die Disziplinen Hoch- und Weitsprung, Schleuderball, Seilspringen und Geräteturnen.

Je nach erbrachter Leistung kann man das Sportabzeichen in Gold, Silber oder Bronze erlangen. „Das Sportabzeichen kann jeder ab sechs Jahre absolvieren“, sagt Lothar Kubig, der das Abzeichen seit knapp zehn Jahren abnimmt und selbst für den TSV Berlin-Wittenau und die Berliner Bären aktiv ist. „Man kann das Sportabzeichen bis weit über 80 Jahre absolvieren“, betont Kubig, der im August selbst seinen 80. Geburtstag feiern wird und zeigt dabei in die Runde: An diesem Tag absolvieren der 79-jährige Klaus Dollerschell und der 83-jährige Klaus Schäfer ihr Sportabzeichen. Das machen sie übrigens regelmäßig – und an diesem Tag bei 39 Grad Celsius!

Vor fast 40 Jahren erstmals abgelegt

Kurios: Lothar Kubig selbst absolvierte sein erstes Sportabzeichen vor 37 Jahren, um eine Hockeytrainer-Lizenz zu erlangen. Und dann dauerte es tatsächlich bis zum Juni dieses Jahres, bis er es ein weiteres Mal ablegte – zu einem Zeitpunkt also, als er selbst schon seit vielen Jahren anderen das Sportabzeichen abgenommen hat. „Verrückt, oder?! Ich bin einfach nur nicht dazu gekommen.“

Zu Lothar Kubig kommen Polizisten, Zoll- und Justizbeamte, die das Sportabzeichen von Berufs wegen benötigen, und darüber hinaus Menschen nahezu jeden Alters, aktive und weniger aktive Sportler. „Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, einfach mal vorbeizuschauen und mitzumachen. Runter vom Sofa, rauf auf den Sportplatz. Auch für Menschen, die mit Sport vielleicht nicht so viel am Hut haben, ist das Sportabzeichen eine prima Gelegenheit, sich selbst einfach mal zu überprüfen, sich einer ganz individuellen Herausforderung zu stellen.“ Wichtig dabei: Die Verbände raten dazu, dass Menschen, die längere Zeit keinen Sport gemacht oder eine Krankheit überstanden haben, sich zunächst medizinischen Rat einholen. Und auch beim Sportabzeichen gilt: erst kommt das Training, dann der Wettbewerb.

Großes Familiensportfest
im Olympiapark

Im Jahr 2018 wurden in Berlin insgesamt 22.375 Sportabzeichen absolviert. Insgesamt bieten 30 Berliner Sportvereine regelmäßig Termine zum Training und zur Abnahme an. Hinzu kommen Veranstaltungen wie das Familiensportfest im Olympiapark am 3. und 4. August. Auch dort kann für das Sportabzeichen trainiert oder es auch gleich absolviert werden.

Also, schon mal vormerken: Am Dienstag, 30. Juli in der Zeit von 17 bis 18 Uhr einfach mal im Stadion Finsterwalder Straße vorbeischauen, mittrainieren und das Sportabzeichen machen! Alle Interessierten können sich vorab bei Lothar Kubig unter 0177/ 77 12 12 61 oder lothar.kubig@web.de melden.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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