Schnell ins Zentrum und Umland
Mit der Heidekrautbahn entsteht an der Grenze zum Märkischen Viertel eine neue Station

Bald wieder in Betrieb? Ein Abschnitt der Heidekrautbahn.
  • Bald wieder in Betrieb? Ein Abschnitt der Heidekrautbahn.
  • Foto: SPD Reinickendorf
  • hochgeladen von Thomas Frey

Am 2. Dezember gibt es am Bahnhof Wilhelmsruh den ersten Spatenstich für die Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn.

Die Bauarbeiten werden zwar eher langsam in Gang kommen, aber 2023, 2024 soll die Verbindung bis zum Abzweig Schönwalde und weiter nach Basdorf wieder in Betrieb gehen – mit bis zu acht Stationen. Eine davon wird das Märkische Viertel anbinden. An der Lessingstraße sei ein Haltepunkt vorgesehen, sagt Detlef Bröcker, Chef des Betreibers Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) im Stadtplanungsausschuss. Der würde zwar auf Pankower Gebiet an der Grenze zu Reinickendorf liegen, aber durchaus fußläufig zum Märkischen Viertel. Das bekommt dann endlich einen Bahnanschluss, nachdem die U-Bahnverlängerung weiter auf sich warten lässt.

Die Stammstrecke der Heidekrautbahn existierte seit 1901. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie Berliner bis an den Rand der Schorfheide brachte. 1961 endete der Betrieb, denn die Stammstrecke verlief parallel zur Mauer. Bis heute geht daher die Reise ins Umland nur über Karow.

Lange wurde bereits über eine Wiederinbetriebnahme der ursprünglichen Heidekrautbahn diskutiert. Zumal sie noch immer teilweise für den Güterverkehr genutzt wird. Aber erst mit der sogenannten Schienenoffensive i2030 wurden die Pläne konkret. Unter diesem Label sollen in den kommenden Jahren zahlreiche Neu- und Ausbauprojekte verwirklicht werden, die vor allem Berlin und Brandenburg verbinden. Davon profitiert auch die Heidekrautbahn, obwohl manche Fragen – etwa die der endgültigen Finanzierung – noch immer nicht abschließend geklärt sind.

Kritik gibt es außerdem an den bisher als unzureichend empfundenen Bahnquerungen. Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat vor allem das Bezirksamt im Visier. Das wolle zwar für Übergänge am Wilhelmsruher Damm und der Quickborner Straße sorgen, nicht aber am CVJM-Heim am Rande des Märkischen Viertels, obwohl dort nur wenige Meter bis zur Bezirksgrenze fehlen würden.

Mit der geplanten Station an der Lessingstraße kommen die umliegenden Bewohner außer in die Schorfheide in der Gegenrichtung zum Bahnhof Wilhelmsruh und von dort ins Berliner Zentrum. Noch schneller soll es gehen, wenn die vorgesehene direkte Verbindung zum Bahnhof Gesundbrunnen eines Tages existiert.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

24 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

SozialesAnzeige

Online den richtigen Partner finden: Herzklopfen-berlin.de
Die Liebe hält keinen Winterschlaf – mit richtigem Dating den Traumpartner finden

Im Winter verlagert sich das Leben nach drinnen. Das gilt in diesem Jahr besonders. Wenn es draußen kalt und dunkel wird, freut man sich umso mehr auf ein warmes Zuhause. Mit einem Glas Wein oder einem heißen Kakao, einem guten Buch in der Hand oder einem schönen Film im Fernsehen – während vor den Fenstern die Lichter der Hauptstadt leuchten oder sogar ein paar Schneeflocken vorbeiwirbeln. Was es gäbe es da schöneres, als das Glück eines entspannten Winterabends auf dem Sofa oder im Bett mit...

  • Schöneberg
  • 21.12.20
  • 559× gelesen
KulturAnzeige
2 Bilder

Im Mauerpark soll ein Park- und Kulturzentrum entstehen
Nutzer/in zum Sommer 2021 gesucht für Park- und Kulturzentrum „Kartoffelhalle“ im Mauerpark

In der Erweiterung des Mauerparks soll in einem ehemaligen Gewerbebau ein Park- und Kulturzentrum entstehen, welches ein für jedermann zugänglicher Ort der Erinnerung, Kultur und Begegnung im Mauerpark werden soll. Neben einer Attraktion für Besucher*innen soll die Kartoffelhalle im Wesentlichen auch einen multifunktionalen Treffpunkt für die Anwohner*innen aus der näheren Umgebung bieten. Hierfür wird das Gebäude aktuell im Rahmen der Sanierung für eine Nutzung als Park- und Kulturzentrum...

  • Mitte
  • 22.12.20
  • 852× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen