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Große Eiche am Dorfeingang Falkenberg gefällt

Ein Pilz hatte die dicke Eiche angegriffen. Das Fällen war unvermeidlich, sagen Experten.
Ein Pilz hatte die dicke Eiche angegriffen. Das Fällen war unvermeidlich, sagen Experten. (Foto: Bezirksamt Lichtenberg)

Falkenberg. Auf einen beachtlichen Umfang von mehreren Metern wuchs über viele Jahrzehnte die alte Eiche am Eingang zum Dorf Falkenberg. Vor Kurzem wurde der Baum gefällt. Das war wohl unvermeidbar.

Für so manchen Anwohner war es "die weit und breit dickste Eiche", wie es ein Leser der Berliner Woche in einem Brief gegenüber der Redaktion ausdrückt. Der Umfang des Baumes maß augenscheinlich mehr, als ein kräftiger Mann umspannen konnte. "Bei jedem Spaziergang freute ich mich über dieses schöne Naturexemplar, was für die Gegend und wohl darüber hinaus fast einmalig war", so der Leser. Dann kam der Schock: Der Baum wurde Ende Dezember vergangenen Jahres gefällt. "Ich kann einfach den Grund nicht erkennen, warum dieser Baum entfernt werden musste."

Eine Nachfrage beim Umwelt- und Naturschutzamt ergab, dass die riesige Eiche seit 1992 im Baumkataster registriert war – mindestens einmal jährlich wurde ihr Zustand dokumentiert. Gerade diese Eiche war als ein von über 70 000 kontrollierten Bäumen im Bezirk dem Amt "bestens bekannt", wie es heißt. "Die Eiche hatte schon über Jahre einen Pilzbefall mit dem Eichenfeuerschwamm", lautet das Urteil der Fachkundigen. Der Stammfuß sei dabei schon so massiv von Weißfäule und Braunfäule befallen gewesen, dass eine Fällung unvermeidbar wurde. Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes hätten die Fällung noch "bis zum spätmöglichsten Termin hinausgezögert", zudem sei noch ein externes Gutachten erstellt worden. Doch auch das bestätigte: die Fällung muss sein. Denn der Baum konnte brechen. "Aufgrund der Tatsache, dass die Eiche an einer exponierten Lage im hochfrequentierten Straßenbereich steht, war die zeitnahe Fällung nach weiterer Ausbreitung des Pilzes und Absterbeerscheinungen der Krone zur Vermeidung von Personen- und Sachschäden unausweichlich", so die Begründung des Bezirksamtes. KW

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