Im Ostseeviertel wird verdichtet
Howoge plant an der Barther Straße drei Punkthäuser mit 180 Wohnungen

Stadtentwicklungsstadtrat Kevin Hönicke (Zweiter von rechts) erläuterte beim Rundgang mit Abgeordnetenhausmitglied Karin Halsch (rechts) Anwohnern die Sicht des Bezirksamts zum Bauvorhaben.
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  • Stadtentwicklungsstadtrat Kevin Hönicke (Zweiter von rechts) erläuterte beim Rundgang mit Abgeordnetenhausmitglied Karin Halsch (rechts) Anwohnern die Sicht des Bezirksamts zum Bauvorhaben.
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Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Howoge plant im Ostseeviertel den Bau weiterer Wohnungen.

Wenn in bestehenden Quartieren neu gebaut werden soll, gibt es fast immer Gegenwind von der Nachbarschaft. Das spürten Vertreterinnen der Howoge, SPD-Verordnete und Stadtentwicklungsstadtrat Kevin Hönicke (SPD) einmal mehr bei einem abendlichen Kiezrundgang zum geplanten Neubau an der Barther Straße. Eingeladen hatte Abgeordnetenhausmitglied Karin Halsch (SPD). Zum einen kam es ihr darauf an, dass alle Teilnehmenden aktuelle Informationen zum Sachstand erhalten. Zum anderen konnten Fragen sowie Argumente für und gegen die Bebauung ausgetauscht werden.

Zum grünen Innenbereich des Wohnquartiers an der Barther Straße gibt es eine Zufahrt und einen Wendehammer. Beides wurde in den 80er-Jahren, als dieses Wohnquartier entstand, für Eltern angelegt, die ihre Kinder in die Kita bringen wollten. Die Kita stand bis vor einigen Jahren auf einer Fläche, die heute Wiese ist. Weil es im Kiez immer weniger Kinder gab, wurde sie 2005 abgerissen. Auf der anderen Seite von Zufahrt und Wendehammer stehen hohe Bäume auf einer gepflegten Grünanlage mit Hecken und Spielplatz.

Die Howoge plant nun, in diesem Innenbereich drei Punkthäuser. Diese sollen jeweils acht Geschosse haben und je 60 Wohnungen, die Hälfte davon als Sozialwohnungen. Weiterhin werden eine Kita sowie eine Gemeinschaftseinrichtung für den Kiez eingerichtet. Weil die Plattenbauten ringsum elf Geschosse haben, passen sich die achtgeschossigen Punkthäuser nach Auffassung der Howoge-Planer gut in die Umgebung ein. Deshalb wurde eine entsprechende Bauvoranfrage beim Bezirksamt gestellt.

Widerspruch erfolgreich

„Wir sehen die Baumasse kritisch“, erklärt Stadtentwicklungsstadtrat Kevin Hönicke. Deshalb habe das Bezirksamt die Bauvoranfrage negativ beschieden. Das Wohnungsunternehmen legte daraufhin Widerspruch bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ein. Von dort gab es einen positiven Bescheid, sodass wie geplant gebaut werden kann. Dass es aus dem Senat grünes Licht gab, verwundert kaum. Berlin braucht viel neuen, bezahlbaren Wohnraum. Und diesen schaffen in erster Linie die städtischen Gesellschaften.

Hinzu kommt, dass Bauflächen immer rarer werden. Im Wohnquartier Barther Straße kann die Howoge indes auf Grundstücken bauen, die bereits fast alle ihr gehören, berichtet Pressesprecherin Sabine Pentrop. Das frühere Kita-Grundstück sei der Howoge zum Beispiel mit der Maßgabe, hier Wohnungen zu bauen, vom Land Berlin übertragen worden. Demnächst werde das Generalplanverfahren gestartet. Und dem Bezirk bleibt nur noch, den dann folgenden Bauantrag zu genehmigen.

Anwohner befürchten indes, dass mit der Bebauung des Innenhofs ihr Lebensraum an Qualität verliert. Weiterhin fürchten sie, dass sich soziale Probleme verschärfen und die Verwahrlosung zunimmt. Bereits jetzt machen die Müllstandplätze häufig einen schmuddeligen Eindruck. Hinzu komme das Thema Parkplätze. Es gebe zu wenig davon. Weiterhin weisen Anwohner darauf hin, dass die Planer, die kürzlich den Rahmenplan für Hohenschönhausen erstellten, dem Bezirksamt und der BVV empfahlen: Lasst die Hände weg von den Innenhöfen. Es gibt andere Flächen.

Die Vertreterinnen der Howoge weisen ihrerseits darauf hin, dass die Bebauung an der Barther Straße bereits seit 2018 im Gespräch ist. Unter anderem fand ein Bürgerdialog statt. In dessen Ergebnis sei man von ursprünglich 237 Wohnungen bereits auf 180 heruntergegangen.

Näheres zum Vorhaben und zum Bürgerdialog Barther Straße ist auf www.howoge.de/buergerdialog/barther-strasse.html zu erfahren.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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