Industrieareal wird Ort zum Leben
Buwog plant am Spreeufer bis zu 700 Wohnungen

Im Vordergrund wird eine Fernwärmeleitung verlegt, dahinter erfolgt noch die Tiefenenttrümmerung der Industriebrache.
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  • Im Vordergrund wird eine Fernwärmeleitung verlegt, dahinter erfolgt noch die Tiefenenttrümmerung der Industriebrache.
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Satellitenbilder zeigen das Areal zwischen Spree, Fließstraße und Hasselwerderstraße seit vielen Jahren als Brache. Nun soll dort Wohnungsbau realisiert werden.

Die Buwog Group hatte Mitte September dazu erstmals ihre Pläne im Stadtplanungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung vorgestellt. Bereits 1991 war beschlossen worden, für das einstige Areal der Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke einen Bebauungsplan aufzustellen.

Über ein Vierteljahrhundert später sorgt die starke Nachfrage nach Wohnraum dafür, dass auch dieses Grundstück in Spreenähe nun bebaut werden soll. Die Buwog hatte es erst 2016 von einem früheren Eigentümer übernommen. Nachbarn können sich inzwischen über das Projekt Buwog Wohnwerk im Internet informieren. „Wir haben bereits eine umfangreiche Tiefenentrümmerung vorgenommen, bis zu drei Meter unter Straßenniveau musste Schutt entfernt werden. Das gesamte Betriebsgelände war versiegelt, wir mussten Betonflächen abtragen und einen alten Luftschutzbunker aus der Zeit des Kalten Krieges entfernen. Derzeit wird eine Fernwärmeleitung umverlegt“, berichtete Buwog-Geschäftsführer Alexander Happ den Bezirksverordneten im Ausschuss.

Was genau gebaut wird, steht noch nicht fest. Im Plan sind rund 700 Wohnungen, dazu Gewerbeflächen für Cafés oder Nahversorger. Während ein Teil der Randbebauung nach einem vereinfachten Verfahren gemäß Paragraf 34 Baugesetzbuch errichtet werden kann, ist für große Teile des Areals ein Bebauungsplan nötig, der derzeit bearbeitet wird. Eine ganz konkrete Idee wurde jetzt aber schon im Ausschuss präsentiert. In einem der Neubauten soll das Haus „Strohhalm“, ein Wohnungslosenprojekt mit Kieztreff, eine neue Heimat finden. Der Mietvertrag für das Projekt läuft Ende 2019 aus. Die Buwog würde ein Gebäude errichten, in dem die Arbeit der sozialen Einrichtung fortgeführt wird, Kleiderkammer, Küche und Aufenthaltsräume eingeschlossen. Die Buwog und das Sozialpädagogische Institut als Träger vom „Haus Strohhalm“ verhandeln bereits.

Ein Stück der Berliner Metallhütten und Halbzeugwerke wird übrigens für die Zukunft bewahrt. Bevor das ehemalige Kulturhaus „Ernst Schneller“ abgerissen wurde, hat die Buwog zwei mehrere Quadratmeter große Schmuckmosaiken bergen und aufbewahren lassen. Sie sollen später im neuen Wohngebiet präsentiert werden.

Informationen unter www.buwog-wohnwerk.com.

Im Vordergrund wird eine Fernwärmeleitung verlegt, dahinter erfolgt noch die Tiefenenttrümmerung der Industriebrache.
Den Bauzaun haben Künstler aus dem Kiez gestaltet.
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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