Grüne begrüßen Vorstoß
Unternehmerin Antje Lange stellt Konzept für Ganzjahresbetrieb im Strandbad Wannsee vor

Auch abseits des Badebetriebs könnte das Strandbad Wannsee Besucher anlocken - mit einem ganzjährigen Angebot.
  • Auch abseits des Badebetriebs könnte das Strandbad Wannsee Besucher anlocken - mit einem ganzjährigen Angebot.
  • Foto: Elke A. Jung-Wolff/BBB
  • hochgeladen von Ulrike Martin

Nicht nur Badespaß, sondern auch Sauna, Fitness und Kultur im Strandbad Wannsee? Ein neues Konzept könnte eine ganzjährige Nutzung des größten Binnenseebads Europas ermöglichen.

Während eines Sportbezirkstags, zu dem die Grünen-Abgeordnete Nicole Ludwig eingeladen hatte, stellte die Unternehmerin Antje Lange ihre Ideen für das Strandbad vor. Zum Konzept gehören eine Sauna- und Wellness-Oase, ein Fitness-Club, eine Mehrzweckhalle für Veranstaltungen, eine Kita und vor allem die Wiedereröffnung des verfallenen Restaurants Lido mit Biergarten. Auch ein Weihnachtsmarkt könnte stattfinden.

Perle im Südwesten

Michael Gaedicke, sportpolitischer Sprecher der Fraktion B’90/Grüne in der Bezirksverordnetenversammlung, befürwortet die Idee einer ganzjährigen Nutzung. „Das Land Berlin als Eigentümer des Strandbads und der Bezirk sollten sich mit der jetzigen Situation nicht zufrieden geben“, sagt er. „Wir fordern die zuständigen Senatsverwaltungen auf, diese Perle im Südwesten in den Fokus zu nehmen.“

Die Verwaltungen sollten sich für eine bauliche und technische Ertüchtigung einsetzen – mit dem Ziel einer erweiterten Nutzung für Freizeit, Tourismus und Kultur über den Sommerbetrieb hinaus. Dazu gehöre auch die denkmalgerechte Sanierung des Lido. Sie passe gemeinsam mit der Erweiterung der Nutzung „messerscharf“ in das Tourismuskonzept des Landes, Gäste aus nah und fern in die Außenbezirke zu locken.

Auch Thomas Röske befürwortet den Ganzjahresbetrieb. „Es wäre zeitgemäß, der Mensch will unterhalten werden.“ Er fühlt sich dem Bad seit seiner Kindheit verbunden. „Mein Vater war 30 Jahre lang Leiter des Bades. Wir wohnten im Eingangsgebäude.“ Nach diversen Zwischenstationen ist Röske vor zwei Jahren wieder in die Wohnung gezogen. Sein Interesse für das Strandbad zeigt sich auch in einer privaten Website, auf der er über die Anlagen, Aktuelles und Vergangenes informiert.

Sonnendecks und oberer Wandelgang gesperrt

Bevor das Konzept von Unternehmerin Lange umgesetzt werden könnte, muss in baulicher Hinsicht einiges geschehen, denn die Anlagen sind teilweise in schlechtem Zustand. Von 2005 bis 2007 wurde von der Stiftung Denkmalschutz Berlin zwar ein Sanierungskonzept realisiert, durch das die Anlagen zum 100. Geburtstag des Bades im Mai 2007 wieder hergestellt werden konnten. Aber es bröckelt inzwischen wieder an vielen Stellen. So sind die Sonnendecks und der obere Wandelgang in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Die Mittel für die Sanierung sind im Senat beantragt, nach der Bewilligung könnten die Ausschreibungen beginnen.

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