Schnelle Hilfe im Wald an Schlachtensee und Krummer Lanke

Die neuen Orientierungsnummern sollen einen schnellen Einsatz von Polizei oder Feuerwehr ermöglichen.
  • Die neuen Orientierungsnummern sollen einen schnellen Einsatz von Polizei oder Feuerwehr ermöglichen.
  • Foto: Polizei Berlin/Pressestelle
  • hochgeladen von Ulrike Martin

Steglitz-Zehlendorf. Wo bitte gehts hier raus aus dem Wald? Wer in der Nähe vom Schlachtensee und der Krummen Lanke steht und diese Hilfe braucht, der erhält sie jetzt so schnell wie möglich. Auf den neun Kilometer langen Wegen um die beiden Gewässer tragen die Bäume Orientierungsnummern.

Das Projekt haben die Polizei, das Forstamt Grunewald sowie das bezirkliche Naturschutz- und Grünflächenamt erarbeitet. Die Nummerierung hat die Revierförsterei Dachsberg vorgenommen. „Das neue Orientierungssystem kann im Notfall sehr hilfreich sein“, sagt Umweltstadträtin von Steglitz-Zehlendorf, Christa Markl-Vieto (Grüne/B'90).

Die Gebiete um die beiden Seen sind beliebte Ausflugsziele. Spaziergänger, Sportler und Badegäste lieben den Wald und die Gewässer. Im Notfall fällt die Orientierung allerdings schwer. Wer kann schon in dem Moment den genauen Standort benennen. Die Nummerierung soll schnelle Einsätze von Polizei, Feuerwehr oder Ordnungsamt ermöglichen.

Die schwarzen Ziffern – von 1 bis 94 - auf runden blauen Metallschildern sind alle 70 bis 100 Meter in etwa zwei Metern Höhe angebracht. Die Nummern sind kartographiert, dabei wurden auch die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge erfasst. Die Einsatzleitzentralen von Polizei und Feuerwehr übernehmen die Daten in ihre Systeme. So kann schon beim ersten Telefonat der Standort des Anrufenden genau erfragt werden und Hilfe schnell auf den Weg gebracht werden. Eine Ortung per Handy gibt es aus Datenschutzgründen und wegen der technischen Schwierigkeiten nicht.

Die Idee zu dem Projekt ist bereits vor einigen Jahren entstanden. „Gemeinsam mit den Forsten, der Polizei und anderen Behörden haben wir daran gearbeitet, die Gesamtsituation an den Seen zu verbessern“, erklärt die Stadträtin. „Dazu gehörten neben der Hundeproblematik auch die Themen Müll, fehlende öffentliche Toiletten und eben schnellere Einsätze in Notfällen.“ Dass auch Hundebesitzer, die sich regelwidrig verhalten, gemeldet werden, könne natürlich vorkommen, sei aber nicht Sinn und Zweck des Projekts.

Müll-Entwarnung gibt es erfreulicherweise auf der Südseite des Schlachtensees. Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) säubern in einem Pilotprojekt den Ernst-Paul-Park in diesem und im kommenden Sommer .

Und eine neue Toilette steht an der Liegewiese an der Krummen Lanke. uma

Autor:

Ulrike Martin aus Zehlendorf

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