An 18 Stellen werden Altlasten beseitigt

Rahnsdorf. Bis Mitte Juli wird der Große Müggelsee nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht.

Die Arbeiter finden im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamts Berlin statt. Das Gewässer war vor Jahren bereits mit Magnetsonden untersucht worden. An dabei gefundenen Verdachtsstellen - vorrangig Flächen, die durch Badende und Sportboote genutzt werden - gehen jetzt Taucher ins Wasser. Am Nordufer des Sees sind sieben, am Südufer sechs Flächen betroffen. In der Seemitte wird auf fünf Flächen getaucht. Die Arbeitsbereiche werden zur Sicherheit der Taucher durch Sperrtonnen abgegrenzt. Die Absperrungen sind unbedingt einzuhalten. Nutzer von Steganlagen müssen gegebenenfalls die eingeschränkte Befahrung der Gebiete vor ihren Anlagen in Kauf nehmen.

Teile des Müggelsees wurden 1944 bombardiert, weil das nahe Wasserwerk durch schwimmende Scheinziele geschützt worden war. Und nach Kriegsende wurden deutsche 50-Kilo-Bomben versenkt und so entsorgt.

Ralf Drescher / RD
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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