Deutsche Bahn hält Terminplan nicht ein
Baustopp am Bahnhofstunnel?

Der Tunnel unter den Gleisen ist noch nicht einmal im Rohbau fertig.
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  • Der Tunnel unter den Gleisen ist noch nicht einmal im Rohbau fertig.
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Im Juli sollte der Bahnhofstunnel mit dem neuen Zugang zum S-Bahnsteig in Wilhelmshagen fertig sein. Diesen Plan hat die Deutsche Bahn schon vor Monaten still „beerdigt“.

Vor Ort steht noch das Schild, das die Fertigstellung des Tunnels im Juli verspricht. Daneben ein Plakat mit der Information, dass eine besondere Bauweise eine spezielle Zulassung benötigt und sich das Genehmigungsverfahren länger als erwartet hinzieht. „Daher müssen Sie leider die Fußgängerbrücke noch länger nutzen“, schreibt die Deutsche Bahn Netz AG ihren Kunden. Bei der Frage nach einem neuen Fertigstellungstermin muss die Bahn offenbar passen. Die Infoplakate vor Ort vermelden nichts derartiges.

„Das ist echt ärgerlich. Ich benutze die S-Bahn mehrmals in der Woche für die Fahrt nach Köpenick oder in die Innenstadt und muss dann mindestens zweimal die Treppe des provisorischen Gleisübergangs hoch und runter. Ich bin ja noch fit, aber ich beobachte Fahrgäste, die das nur mit Mühe bewältigen“, berichtet unser Leser Gebhard Klenz (77) aus Hessenwinkel. Er hatte die Berliner Woche darüber informiert, dass die Arbeiten am Bahnhofstunnel noch nicht abgeschlossen wurden.

Beim Ortstermin ist zu sehen, dass an der Unterführung derzeit nicht gearbeitet wird. Noch nicht einmal der Rohbau wurde fertiggestellt. Wer auf den S-Bahnsteig möchte, muss auf einer Treppe aus Rüstelementen geschätzte sechs Meter in die Höhe und dann am Bahnsteig wieder herabsteigen. Dieser Abstand ist nötig, damit die 15 000 Volt führende Fahrleitung der Fernbahn sicher überquert werden kann. „Ich habe gezählt, beide Treppen zusammen haben 98 Stufen. Das ist fast ein kleines Fitnessprogramm“, so Gebhard Klenz.

Die Deutsche Bahn hat sich bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht zu einem neuen Ferigstellungstermin und zu Gründen für den möglichen Baustopp geäußert. Dafür beweist der Konzern im Internet Humor. Auf der extra für das Bauvorhaben eingerichteten Internetseite lässt er Maskottchen Max Maulwurf  fleißig Sand schippen und schreibt dazu: "Unser Zeitplan für die neue Unterführung in Wilhelmshagen ist leider etwas versandet“. Nachzulesen unter http://asurl.de/143x.

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