Bahn bekommt die ersten zwei Millionen
Finanzspritze für Siemensbahn

Der Finanzierungsvertrag ist unterschrieben: Michael Müller mit Ronald Pofalla (rechts).
  • Der Finanzierungsvertrag ist unterschrieben: Michael Müller mit Ronald Pofalla (rechts).
  • Foto: Deutsche Bahn AG
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Zur schnellen Reaktivierung der Siemensbahn haben das Land Berlin und die Deutsche Bahn die erste Finanzspritze in Millionenhöhe vereinbart. Damit beginnen jetzt die Planungen nebst Machbarkeitsstudie.

Auf der historischen Siemensbahn sollen so schnell wie möglich wieder Züge rollen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), und Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla von der Bahn haben darum jetzt vor Ort im Bahnhof Wernerwerk die Finanzierung für erste vorgezogene Planungsleistungen vereinbart. Mit den 2,3 Millionen Euro finanziert das Land neben der bereits begonnenen Bestandsanalyse der Trasse Umweltstudien, Schallgutachten, Vermessungen und eine Machbarkeitsstudie, die Optionen zur Verlängerung der S-Bahn-Strecke über Gartenfeld hinaus prüfen soll.

Die Wiederinbetriebnahme der 4,5 Kilometer langen, über Jahrzehnte vernachlässigten Strecke ist aufwendig. Neue Gleise müssen verlegt, Weichen gebaut, die maroden Bahnhöfe Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld ertüchtigt und die Signaltechnik ab Bahnhof Jungfernheide installiert werden. Inwieweit das 800 Meter lange Bestandsviadukt denkmalgerecht modernisiert werden kann, wird noch geprüft. Dazu braucht die S-Bahn-Strecke am Bahnhof Jungfernheide einen Anschluss an die Ringbahn, mindestens zwei neue Brückenbauwerke auf etwa 150 Metern Länge sowie eine rund 70 Meter lange Brücke über die Spree.

"Anbindung an den Nahverkehr
ist entscheidend"

Die 1980 stillgelegte Strecke von Jungfernheide nach Gartenfeld soll möglichst noch vor der Eröffnung des Siemens-Innovationscampus rund um die Nonnendammallee und den Rohrdamm „wiederbelebt“ werden. Das hatte der Bahnbevollmächtigte Alexander Kaczmarek im März angekündigt und das Zieljahr 2025 genannt. Denn: „Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist für das Projekt entscheidend“, sagte Cedrik Neike vom Vorstand der Siemens AG und verantwortlich für das Siemensstadt-Projekt. Die reaktivierte Siemensbahn soll aber nicht nur den Siemens-Campus, sondern auch die Wasserstadt und die Insel Gartenfeld sowie die geplanten Wohn- und Gewerbestandorte auf dem heutigen Flughafen Tegel an das S-Bahnnetz anschließen.

Nähere Infos zum Siemensbahn-Projekt "i2030" gibt es unter www.i2030.de.

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