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Pläne für die Mäckeritzwiesen: Gutachter sucht Abläufe fürs Regenwasser

Wo: Siedling Mäckeritzwiesen, Alter Wiesenweg 99, 13629 Berlin auf Karte anzeigen

Heiligensee. Die Senatsverwaltung für Umwelt will mit einem Pilotprojekt Maßnahmen für die Mäckeritzwiesen entwickeln, um katastrophale Überschwemmungen wie in diesem Jahr künftig zu vermeiden.

Eines ist immerhin klar: Die Überschwemmungen dieses Sommers sind allein auf den Starkregen zurückzuführen. Regenwasser versickert in den Mäckeritzwesen sehr schlecht beziehungsweise stark verzögert. Mit dem Grundwasser habe das allerdings nichts zu tun, wie Alexander Limberg von der Landesgeologie der Senatsumweltverwaltung sagt.

Jetzt soll erst einmal ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, das Lösungen vorschlägt, die den Abfluss von Regenwasser dauerhaft sichern. Die Finanzierung des Gutachtens übernimmt die Senatsverwaltung. Das sicherte der Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, Stefan Tidow (Bündnis 90/Die Grünen), Anwohnern und dem Bezirksamt nun zu. Der Gutachter soll auch von den Betroffenen mit ihrem Wissen unterstützt werden, der Bezirk ist wegen der planungsrechtlichen Gegebenheiten mit im Boot. Erste Ergebnisse sollen im zweiten Quartal 2018 vorliegen, danach wird das weitere Vorgehen erörtert.

Das Ausmaß der Überschwemmungen eindämmen

Eine zentrale Rolle bei den Planungen wird der Mäckeritzgraben spielen. Er wurde in diesem Jahr in Teilbereichen mit Hilfe des Bezirksamtes freigemacht. Allerdings ist er in anderen Bereichen noch verfüllt und wird auch als Feuerwehrzufahrt genutzt. Die Betroffenen vor Ort haben mittlerweile einen „Akut- und Notfallplan“ entwickelt, um bei weiteren Starkregenereignissen zumindest Überschwemmungen vom Ausmaß dieses Sommers zu vermeiden.

In diesem Jahr musste schließlich das Technische Hilfswerk eingreifen, um die Wassermassen abzupumpen. Bezirksamt und Senat, aber auch die Berliner Feuerwehr erklärten sich gleich nach dem Überschwemmungen erst einmal für nicht zuständig. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel hatte dann einen Runden Tisch zu den Mäckeritzwiesen ins Leben gerufen. Ein Ergebnis dieser Gespräche war das Freiräumen des Mäckeritzgrabens von Gartenabfällen. CS

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