UNSER AUSFLUGSTIPP
Ein Spaziergang auf dem Seegrund: Im Naturschutzgebiet Glasowbachniederung

Die Glasowbachniederung entstand aus der Verlandung des Blankenfelder Sees.
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  • Die Glasowbachniederung entstand aus der Verlandung des Blankenfelder Sees.
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  • hochgeladen von Michael Vogt

Wo noch vor 70 Jahren der ehemalige Blankenfelder See eine durchgängige Wasserfläche bildete, durchziehen heute Erlenbruchwälder eine urige Niedermoorlandschaft. Eine Wanderung im Naturschutzgebiet Glasowbachniederung südlich von Berlin wird so zu einem ausgedehnten Spaziergang auf einstigem Seegrund.

Inmitten der vertorften ehemaligen Schmelzwasserrinne eiszeitlicher Gletscher schlängeln sich der vom Selchower See kommende Glasowbach und der parallel laufende Zülowkanal in südliche Richtung und münden schließlich nach Unterquerung des südlichen Berliner Autobahnrings in die Krumme Lanke und den Rangsdorfer See. Idealer Startpunkt für die Entdeckungstour durch das 102 Hektar große Naturschutzgebiet ist der S-Bahnhof Blankenfelde. Gleich hinter dem angrenzenden Parkhaus beginnt ein Rundwanderweg um den verlandeten Blankenfelder See inklusive einem informativen sieben Kilometer langen Naturlehrpfad. Hier erfährt man von der facettenreichen Flora und Fauna des Areals. Neben seltenen Tierarten wie Otter und Zaun-Eidechse sind 70 verschiedene Vogelarten nachgewiesen, darunter Teichralle, Pirol, Kuckuck, Eisvogel und Kranich. Zwischen den für eine Auenlandschaft typischen Erlen, Eschen und Eichen wachsen in Sumpf- und Feuchtwiesen beheimatete Pflanzenarten wie Bach-Nelkenwurz, Flussampfer, Sumpf-Schwertlilie oder Teufelsabbiss.

An der Unterführung unter der südlichen A10 kann man wahlweise auf der östlichen Seite des Glasowbachs wieder zurück nach Blankenfelde wandern. Oder man folgt dem Regionalwanderweg Baruther Linie (rote Balken) entlang des östlichen Ufers des Rangsdorfer See bis zum Strandbad Rangsdorf. Hier laden Bänke und ein Imbiss zum Verweilen ein, bevor es wenige hundert Meter weiter durch den alten Dorfkern vorbei an der klassizistischen Dorfkirche zum Bahnhof Rangsdorf geht. Von dort bringt die Regionalbahn RE5 die müden Wanderer im Stundentakt wieder zurück nach Berlin.

Anfahrt: Als Alternative zur derzeit unterbrochenen S2 empfiehlt sich die Regionalbahn RE5, die im Stundentakt ab Berlin Hauptbahnhof den Bahnhof Blankenfelde ansteuert (Fahrzeit circa 45 Minuten).

Autor:

Michael Vogt aus Prenzlauer Berg

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