Wilhelm gibt keine Ruh
Wilhelmsruher Initiative kommt mit ihrem Projekt in die nächste Runde des „Mittendrin Berlin!“-Wettbewerbs

Britta Lüdeke, André Schaarschmidt und Nele Thoma engagieren sich für die Belebung der Hauptstraße in Wilhelmsruh. Sie meinen: Der Ortsteil hat großes Potenzial. Deshalb beteiligen sie sich mit ihrer Initiative am „Mittendrin Berlin!“-Wettbewerb.
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  • Britta Lüdeke, André Schaarschmidt und Nele Thoma engagieren sich für die Belebung der Hauptstraße in Wilhelmsruh. Sie meinen: Der Ortsteil hat großes Potenzial. Deshalb beteiligen sie sich mit ihrer Initiative am „Mittendrin Berlin!“-Wettbewerb.
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Sie ist die Einkaufsstraße in Wilhelmsruh, aber in den vergangenen Jahren machten immer mehr Geschäfte dicht. Damit die Hauptstraße wieder attraktiver wird, hat sich vor einigen Monaten die „Initiative für einen lebendigen Kiez Wilhelmsruh“ gegründet. Unter dem Motto „Wilhelm gibt keine Ruh“ möchte sie mit zahlreichen Aktivitäten dafür sorgen, dass das Zentrum wieder attraktiver wird.

Mit ihrem Konzept bewarb sich die Wilhelmsruher Initiative beim aktuellen „Mittendrin Berlin!“-Wettbewerb – und schaffte es in die nächste Runde. Ausgelobt wird dieser Wettbewerb seit einigen Jahren von der IHK Berlin und dem Senat in Kooperation mit Partnern. Zu diesen gehört auch die Berliner Woche. Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer ist es, kreative Ideen für Geschäftsstraßen und -zentren zu entwickeln, um diese noch mehr zu beleben.

Zu den Aktiven dieser Initiative gehört André Schaarschmidt. Er wohnt noch nicht allzu lange im Ortsteil. Um heimisch zu werden, begann er, sich mit anderen Wilhelmsruhern zu vernetzen. Und als er von der „Initiative für einen lebendigen Kiez Wilhelmsruh“ erfuhr, die eine Zukunftswerkstatt organisierte, war sein Interesse geweckt. Auf dieser Veranstaltung im Frühjahr diskutierten die Teilnehmer, was ihnen alles in Wilhelmsruh fehlt. Neben der mangelnden Grundversorgung wurden auch ein Marktplatz und ein Treffpunkt für Wilhelmsruher benannt. Auch ein Kino, das es einst im Ortsteil gab, wird vermisst.

„Ich konnte das Ladensterben in der Hauptstraße regelrecht miterleben“, sagt Nele Thoma von der Initiative. „Auch der Spielzeugladen machte inzwischen zu. Und irgendwann hing an diesem leer stehenden Geschäft ein Schild, dass hier ein Kiezladen entstehen könnte.“ Das Schild stammte von Britta Lüdeke. Diese hatte die Idee, hier einen Treff für Nachbarn zu eröffnen. Dafür suchte sie Mitstreiter. Und tatsächlich fand sich eine kleine Gruppe, die sich seitdem nicht nur für einen Nachbarschaftstreff, sondern auch für die Belebung des Wilhlmsruher Zentrums engagiert. „Jeder von uns trägt mit seinem Know-how dazu bei, dass wir mit unserem Vorhaben vorankommen“, sagt André Schaarschmidt.

Einig sind sich die Mitstreiter darüber, dass Wilhelmsruh großes Potenzial hat. Und die Hauptstraße hat das Zeug, eine richtige Flaniermeile zu werden. Doch dazu muss es dort wieder mehr Läden geben. Außerdem muss die Straße verkehrsberuhigter werden.

„Doch um all das zu erreichen, müssen wir es schaffen, Anwohner, Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer in einen Dialog zu bringen“, meint Schaarschmidt. Zu diesem Zweck plant die „Initiative für einen lebendigen Kiez Wilhelmsruh“ aber keine normale Informationsveranstaltung. Sie organisiert für den 30. November von 13 bis 18 Uhr ein Straßenfest auf der Hauptstraße zwischen Edelweiß- und Schillerstraße. „Wir wollen auch Immobilienbesitzer, deren Gewerberäume leer stehen, ansprechen, ob diese an diesem Tag genutzt werden können“, so Schaarschmidt.

Dass großes Interesse an den Aktivitäten der Initiative besteht, merkte Nele Thoma bereits beim Volksfest Rosenthaler Herbst. „Wir hatten dort einen Stand aufgebaut, um uns vorzustellen. Unsere Flyer waren im Nu weg. Viele Leute trugen sich auch in unseren E-Mail-Verteiler ein. Das gibt uns Hoffnung, dass unsere Initiative weiter wachsen wird.“

Neben der Belebung der Hauptstraße verfolgt die Initiative weiterhin ihr Ziel, einen Kiezladen zu gründen. Das soll ein ehrenamtlich betriebener Ort werden, an dem sich dann Kiezinitiativen treffen oder auch ein Repair-Café stattfinden könnte. Für die weitere Entwicklung ihres Konzeptes für die Hauptstraße und den Kiezladen hofft die Initiative nun, dass sie zu den Gewinnern des aktuellen „Mittendrin Berlin!“-Wettbewerbs gehören wird. Mit den dann zur Verfügung stehenden Mitteln könnte zeitnah sicher noch mehr bewegt werden.

Weitere Informationen gibt es auf www.wilhelm-gibt-keine-ruh.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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