Flanieren Unter den Linden: Baustadtrat Gothe begrüßt geplante Fußgängerzone

Berlin: Unter den Linden |

Mitte. Die rot-rot-grüne Koalition will den Boulevard Unter den Linden für den motorisierten Individualverkehr ab 2019 sperren. Nur noch BVG- und Touristenbusse sowie Taxen sollen dort fahren dürfen.

Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) hat den Plan von Rot-Rot-Grün begrüßt, die Straße Unter den Linden für Autos zu sperren. Unklar ist bisher, wie der Verkehr um das Zentrum geleitet werden soll. „Ich bin für radikale Lösungen in der Innenstadt“, sagte Gothe zur geplanten Flaniermeile.

Wenn der Linden-Boulevard schon autofrei werden soll, müssten auch die Gehwege „endlich zwischen Wilhelmstraße und Reiterdenkmal um mindestens zwei Meter verbreitert werden“, so Mittes neu gewählter Baustadtrat. Diese Pläne gab es bereits. Sie wurden aber verworfen, weil man den Verkehr nicht beeinträchtigen wollte. Gothe fordert auch, dass in der neuen Fußgängerzone Unter den Linden die 24 Linden im Kreuzungsbereich Friedrichstraße nachgepflanzt werden, die wegen der U5-Baustelle gefällt worden waren.

Konkrete Varianten für die Umfahrung der Innenstadt werden erst entwickelt, wenn das neue Abgeordnetenhaus die Verkehrspläne für Unter den Linden beschlossen hat. Einen möglichen Ringverkehr mit der Leipziger Straße als Einbahnstraße hat Bausenator Andreas Geisel in seiner Funktion als SPD-Vize zumindest dementiert. „Für den Verkehrsfluss in der Mitte ist ein solcher Kreisverkehr nicht notwendig, und Rot-Rot-Grün plant ihn auch nicht“, so Geisel. Derzeit würden wegen der U5-Baustellensituation ohnehin nur noch etwa 8000 Autos Unter den Linden fahren, die dann umgeleitet werden müssten. „Diese Ausweichverkehre könnten im Süden über die Grunerstraße/Leipziger Straße und im Norden über die Torstraße/Invalidenstraße abgewickelt werden“, schreibt der Senator auf der SPD-Website. Lediglich für den Bereich, in dem die Invalidenstraße in die Chausseestraße mündet, gebe es den Vorschlag, „die enge Straßensituation über eine Art Bypass durch die Hannoversche Straße zu entlasten. Das wäre dann ein Einbahnstraßenverkehr über 400 Meter in der Invalidenstraße und in der Hannoverschen Straße.“ DJ
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